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Aus der Stadt Die erste Tour der neuen Stadtbahn
Hannover Aus der Stadt Die erste Tour der neuen Stadtbahn
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00:15 08.12.2013
Von Bernd Haase
Um den regulären Bahnverkehr nicht zu stören, wurden die neuen Stadtbahnen Donnerstagnacht zum ersten Mal auf die Gleise geschickt. Quelle: Till Holland
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Hannover

Wer die Augen aufhält und ein wenig Glück hat, kann den neuen Stadtbahnwagen der Üstra von sofort an im Stadtbild sehen. Nachdem der TW 3000 in der Nacht zum Donnerstag weitgehend unbemerkt von der Öffentlichkeit seine erste Testfahrt außerhalb der Werksanlagen unternommen hat, will ihn die Üstra jetzt auch dann auf die Gleise schicken, wenn der normale Bahnverkehr läuft. „Der Test ist gelungen, deshalb können wir das machen“, sagt Üstra-Sprecher Udo Iwannek.

Im Dezember schickte die Üstra zum ersten Mal eine ihrer neuen Stadtbahnen vom Typ TW 3000 von Leinhausen aus auf die Gleise. Die späte Stunde hatte nichts mit Geheimniskrämerei zu tun. Der reguläre Bahnverkehr sollte nicht gestört werden sollte.

Auf seiner Premierenrunde durch das nächtliche Hannover fuhr der TW 3000 um 23 Uhr vom Betriebshof Leinhausen aus zunächst Richtung Marienwerder, dann auf der Strecke der Linien 4 und 5 zum Kröpcke und schließlich weiter zum Betriebshof Döhren. Gegen 3.30 Uhr war das Fahrzeug dann zurück in Leinhausen. An Bord waren Mitarbeiter der Üstra und der Herstellerfirmen. „Die Bahn läuft noch ruhiger, als wir uns vorgestellt hatten. Das Fahrgefühl ist toll“, schwärmte Üstra-Vorstand Wilhelm Lindenberg, der sich auch selbst auf den Fahrersitz setzte.
Rollgeräusch und Fahrgefühl waren aber nicht die Hauptgründe für die Testfahrt.

Auf dem Abschnitt bis Marienwerder ging es um Bremstests, in den Tunnelstrecken um die computergestützte Zugsicherung und insgesamt ums Profil: Hersteller und Üstra wollten wissen, ob ihre neue Bahn überall um die Kurven kommt und nirgendwo gegenfährt. „Sie hat nur zwei ganz kleine Kratzer an Bahnsteigkanten abbekommen“, sagt Iwannek. Damit habe man rechnen müssen: „Der neue Stadtbahnwagen ist so konstruiert, dass der Spalt zwischen Tür und Bahnsteigkante geringer ist als beim Silberpfeil.“ An den Bahnsteigen werde man nun nacharbeiten. Auch die Software für die Zugsteuerung im Tunnel müsse geringfügig optimiert werden.

Die erste der neuen Stadtbahnen kam im November 2013 in Hannover an. Auf einem Spezialtransporter wurde sie von Leipzig nach Niedersachsen transportiert.

Die Testfahrten, die künftig im gesamten Netz durchgeführt werden, haben zwei Gründe. Zum einen will man die Ergebnisse für die Produktion der weiteren Stadtbahnwagen bei der Firma Heiterblick in Leipzig nutzen. Zum anderen bereiten die Techniker den Wagen für die Abnahme und damit die Betriebserlaubnis für den Regelverkehr vor. Die ist für Ende Januar geplant, und bisher gibt es laut Üstra keine Anzeichen, dass der Termin nicht zu halten ist.

Fahrgäste kö nnen den TW 3000, der pro Stück 2,5 Millionen Euro kostet, nach derzeitigen Planungen ab März kommenden Jahres nutzen. Dann wird er für die Linien 3 und 7 eingesetzt.

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