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Aus der Stadt Neue Stadtteilschulen starten im August
Hannover Aus der Stadt Neue Stadtteilschulen starten im August
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00:15 22.05.2016
Von Saskia Döhner
Quelle: dpa (Symbolbild)
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Hannover

In Hannover heißen sie jedoch integrierte Stadtteilschulen, Bildungsdezernentin Rita Maria Rzyski spricht sogar von „Pionierschulen“. Diese Schulform habe bislang im vielfältigen Bildungsportfolio der Stadt gefehlt.

Die neuen Oberschulen sind eine Art Mini-Gesamtschule mit zwei Klassen pro Jahrgang, an mindestens zwei Tagen in der Woche gibt es ein verpflichtendes Nachmittagsangebot. Die Schüler sollen möglichst lange im Klassenverband zusammen unterrichtet werden. Ab Klasse 6 werden zunächst Mathematik und Englisch in zwei unterschiedlichen Leistungsniveaus unterrichtet, ab Klasse 7 auch Deutsch. Am Ende der 10. Klasse sind alle Abschlüsse möglich, der Abschluss der Förderschule Lernen genauso wie der Hauptschul- und der Realschulabschluss sowie der Erweiterte Sekundarabschluss I, der zum Besuch der Oberstufe berechtigt.

Frühe Berufsorientierung, ein Schulsozialarbeiter und die feste Verankerung im Viertel, auch enge Kontakte zu ortsansässigen Betrieben, etwa für Praktika, sind weitere Merkmale der neuen Schulform. „Die integrierten Stadtteilschulen sind klein, überschaubar und arbeiten integriert, eine innere und äußere Differenzierung ist möglich“, sagt Rzyski. So sei es möglich, auf die einzelnen Kinder sehr individuell einzugehen. Die Schulen haben meist weniger als 300 Kinder. „Ich kenne jeden Schüler persönlich“, betont der Leiter der Pestalozzischule, Rainer Lubert. Wer sich in großen Systemen mit 1500 Schülern überfordert fühle, sei in der Stadtteilschule richtig.

Gute Aufnahmechancen an neuen Oberschulen

Am 30. und 31. Mai sind die Anmeldungen für die weiterführenden Schulen. Die angehenden Fünftklässler können grundsätzlich jede Schule im Stadtgebiet besuchen, eine Bindung an den Bezirk wie bei den Grundschulen gibt es nicht. Dennoch sei der kurze Schulweg für viele Eltern ein wichtiges Wahlkriterium, sagt Angelika Wittwer von der Heisterbergschule.

Während die Integrierten Gesamtschulen (IGS) oft mehr Bewerber als Plätze haben und einige Gymnasien seit jeher überlaufen sind, bestehen an den neuen Oberschulen gute Aufnahmechancen. „Immer wieder kommen Schüler zu uns, die von Gymnasien oder der IGS wechseln“, sagt Lubert. „Bei uns muss niemand die Schule verlassen, wenn man mal in einem Fach absackt.“ So könnten frustrierende Erlebnisse vermieden werden. Durchlässigkeit in alle Richtungen sei gegeben.

Alle Oberschulen haben auch Sprachlernklassen. Flüchtlinge fit zu machen für die Schule, manchmal auch für das Alphabet überhaupt, wird nach Ansicht von Karin Haller, Leiterin der Peter-Ustinov-Schule, eine der großen Aufgaben für die Zukunft sein.

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