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Aus der Stadt Neuer Asphalt über 
Nacht – wie geht das?
Hannover Aus der Stadt Neuer Asphalt über 
Nacht – wie geht das?
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00:17 15.04.2016
Von Tobias Morchner
Bauarbeiten am Dienstag auf der A2. Quelle: Christian Elsner
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Hannover

Die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr hat für genau solche Fälle Jahresverträge für Gebrauchs- und Unfallschäden mit Straßenbaufirmen abgeschlossen. „Die Verträge beinhalten auch Zeitvorgaben, in denen die Unter-
nehmen aus-
gerückt sein müssen, um die Ausbesserungsarbeiten aufzunehmen“, sagt Friedhelm Fischer von der Landesbehörde. Das hat zur Folge, dass die Straßenbaufirmen eine Unfallrufbereitschaft genauso einrichten müssen wie die Hersteller des sogenannten offenporigen Asphalts, der heutzutage in der Regel auf die Straße aufgebracht wird.

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Nach einem Lkw-Unfall auf der A2 bei Lehrte ist in Richtung Hannover nur ein Fahrstreifen befahrbar. Autofahrer sollten das Gebiet weiträumig umfahren. Bei dem Unfall wurde ein Brummifahrer schwer verletzt.

Der umgangssprachlich auch Flüsterasphalt genannte Belag besteht oben aus einer rund vier Zentimeter dicken Deckschicht aus offenporigem Asphalt. Die Poren nehmen zwischen 22 und 28 Prozent der Materialstärke ein. Das hat zwei Vorteile: Erstens sind die Fahrgeräusche nicht so laut, die entstehen, wenn das Reifenprofil Luft komprimiert – die Poren leiten den Luftdruck ab. Zweitens fließt Regenwasser ab – Phänomene wie Aquaplaning reduzieren sich.

Asphalt braucht lange, um auszukühlen

Neben dem erhöhten Preis und einer um rund zehn Jahre kürzeren Haltbarkeit hat der Belag einen weiteren entscheidenden Nachteil: Auch die auslaufenden Betriebsstoffe der Unfallfahr
zeuge wie Benzin, Diesel oder Öl dringen in den Asphalt ein und machen ihn unpassierbar. Nach einer geplatzten Ölwanne, einem geborstenen Dieseltank oder eben einem Schaumeinsatz der Feuerwehr sind die Poren verstopft. Das Wasser fließt nicht mehr ab.

Das Abtragen des alten Belags stellt bei den Arbeiten nicht das Hauptproblem dar. Eine Fräse wird so eingestellt, dass die vier Zentimeter dicke Asphaltschicht punktgenau entfernt werden kann. Anschließend wird der neue Asphalt aufgetragen. „Das eigentliche Problem ist das Auskühlen des Belags“, sagt Fischer. Der Asphalt wird mit einer Temperatur von rund 200 Grad auf die Straße gebracht, kann aber erst befahren werden, wenn er auf unter 20 Grad abgekühlt ist. „Das führt dazu, dass die Autofahrer oft eine frisch asphaltierte Strecke passieren, auf der nicht gearbeitet wird, die aber dennoch gesperrt ist“, sagt Fischer.     

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