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Neuer Busbahnhof in Hannover bekommt gläsernes Wellendach

Architektenwettbewerb Neuer Busbahnhof in Hannover bekommt gläsernes Wellendach

Die Stadt Hannover stellte am Donnerstag die Ergebnisse des Architektenwettbewerbs vor, den sie ausgelobt hatte, um Ideen für den Bau eines neuen Busterminals zu finden. Ein Ergebnis: Es wird ein gläsernes Wellendach geben.

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Der neue Busbahnhof soll den Reisenden eine offene, sichere Atmosphäre vermitteln.

Quelle: Büro Werner Sobek

Hannover. Die Tage der verrosteten Tonnendächer, wie sie noch den alten Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB) überwölben, sind gezählt. Über dem neuen ZOB zwischen Rundestraße und Bahndamm schwebt eine gläserne Welle. Die Stadt stellte am Donnerstag die Ergebnisse des Architektenwettbewerbs vor, den sie ausgelobt hatte, um Ideen für den Bau eines neuen Busterminals zu finden. Die Jury, bestehend aus Architekten, Kommunalpolitikern und Stadtbaurat Uwe Bodemann, kürte die Pläne des Stuttgarter Ingenieurbüros Werner Sobek zum Sieger. „Der Entwurf verleiht diesem Ort eine freundliche und sichere Atmosphäre“, sagte Bodemann. Auch halte das Konzept den Kostenrahmen ein, ein wesentliches Kriterium für die Entscheidung der Jury. Ende kommenden Jahres sollen die Bauarbeiten für das vier Millionen Euro teure Projekt beginnen, zuvor muss aber der Rat sein Plazet geben.

Über dem neuen ZOB zwischen Rundestraße und Bahndamm soll eine gläserne Welle schweben. Der neue ZOB besteht im Wesentlichen aus einem Dach, das den rund 4000 Quadratmeter großen Busparkplatz überspannt, und einem Haus, in dem Ticketschalter, Toiletten, ein Kiosk und ein Warteraum untergebracht sind.

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Der neue ZOB besteht im Wesentlichen aus einem Dach, das den rund 4000 Quadratmeter großen Busparkplatz überspannt, und einem Haus, in dem Ticketschalter, Toiletten, ein Kiosk und ein Warteraum untergebracht sind. An dieser Grundstruktur haben sich alle zwölf Teilnehmer des Wettbewerbs orientiert. An der Gestaltung des Daches aber scheiden sich die Geister. Von massiven Flachdächern über röhrenartige Überwölbungen bis hin zu Luftkissen reichen die Ideen. Der Siegerentwurf setzt auf eine einfache Stahlkonstruktion mit quadratischem Raster, das von Glasplatten bedeckt wird. Die Raffinesse liegt darin, dass die Unterseite des Dachs wellenförmig verläuft. „Diese Wellen orientieren sich am Kraftfluss der Statik, sie laufen also auf die Stützsäulen zu“, erklärte Wolfgang Sundermann, Geschäftsführer des Büros Sobek. Vereinzelte farbige Glasplatten in der Deckenkonstruktion sollen den Eindruck eines Blätterdachs erwecken. „Die Leute sollen Lust bekommen, am neuen ZOB zu verweilen“, sagte Sundermann. Originell ist auch das metallene Ticket- und Wartegebäude am Rande des Busbahnhofs, das einen knallroten Anstrich bekommt – so wie die Grundfarbe des hannoverschen Stadtwappens.

Kühner als der Siegerentwurf ist eigentlich das drittplatzierte Konzept aus der Feder des hannoverschen Büros Storch Ehlers und der Wörzberger Ingenieursgesellschaft. Ein weißes Luftkissen scheint über den Bussteigen zu schweben, Ticket-, Warte- und WC-Bereich sind auf zwei Rundbauten aufgeteilt. Tatsächlich besteht das Dach aus einem Gerüst, in dem lichtdurchlässige Folienkissen verankert sind. Doch hätte die Umsetzung des Entwurfs das Budget um rund 700 000 Euro überschritten. „Das ist eine große Kindertagesstätte“, sagt Grünen-Baupolitiker Michael Dette. Folienkissen verwendete auch der zweite Preisträger für seine Dachkonstruktion, das Architekturbüro Dietmar Feichtinger in Kooperation mit den Tragwerksplanern Werkraum Wien. Alle Entwürfe werden noch bis zum 29. Juli im ersten Stock der Bauverwaltung, Rudolf-Hillebrecht-Platz 1, ausgestellt.

Andreas Schinkel

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