22°/ 8° heiter

Navigation:
Hinweis nicht mehr anzeigen
Neuer Chef in der TUI Arena
Mehr Aus der Stadt

Veranstaltungsort Neuer Chef in der TUI Arena

Wenn dieser Tage über das neue Hannover-Logo, Imagefragen und überregionale Strahlkraft geredet wird, dann würde Peter Heintel auch gern ein Wort dazu sagen. Er ist seit gut vier Monaten Geschäftsführer der TUI Arena – und findet, dass die Veranstaltungshalle an der Expo-Plaza unbedingt mit auf die Liste der wichtigen Imagefaktoren gehört.

52.321798 9.816525
Mehr Infos
Nächster Artikel
Hebammen demonstrieren für mehr Lohn

„Die Arena ist ein Schmuckstück“: Geschäftsführer Peter Heintel will Marketing und Vertrieb ausbauen – und am Image der Großhalle feilen.

Quelle: Michael Thomas

Hannover. „Die Arena ist ein besonderer Wert für das Kulturleben und die Außendarstellung der Stadt“, meint der 46-Jährige. „Leider wird das von den Hannoveranern oft immer noch nicht richtig wahrgenommen.“

Der gebürtige Oberfranke, der vor dem Wechsel auf den Chefsessel seit 2007 die Abteilungen Gastronomie, VIP-Betreuung und Logen der Arena geleitet hat, will das ändern. „Wir arbeiten an einem Marketingkonzept, das von einer neuen Imagebroschüre bis zum überarbeiteten Internetauftritt reicht.“ Auch Besucherführungen kann er sich vorstellen. Und die Zusammenarbeit mit Hotels und den Kreativstudiengängen der benachbarten Fachhochschule will er ausbauen. „Die Halle ist ein Schmuckstück, das muss man mehr herausstellen“, meint Heintel, der Anfang Juni seinen Posten von Marco Stichnoth übernommen hatte, der sich auf die Geschäfte der Eishockeymannschaft Hannover Scorpions konzentrieren wollte. Nirgendwo sonst in der Stadt, sagt der Arena-Chef, hätten die Konzerte der Branchengrößen des Rock und Pop ebenso ihren Ort wie die Partien der Scorpions oder TV-Gastspiele von „Wetten, dass ...?“ bis „The Dome“.

Doch Heintel weiß auch um die Probleme der Halle, die seit ihrer Eröffnung zur Expo trotz attraktiver Veranstaltungen immer wieder in den Schlagzeilen war und Defizite schrieb. So stritt sich Bauunternehmer und Eigner Günter Papenburg mit der Region um Kapitaleinlagen oder mit Stadt, Region und Land um die Gründung einer Betreibergesellschaft. Auch die Manager wechselten, ehe Stichnoth mit der Arena 2010 erstmals schwarze Zahlen schrieb. „Daran müssen wir weiter arbeiten“, sagt Heintel, ein gelernter Bankkaufmann und studierter „Bachelor of Science“ im Bereich Internationales Hotel- und Tourismusmanagement. „Wir wissen, dass wir die Diskussion um öffentliche Gelder nicht mehr zu führen brauchen.“ 87 Veranstaltungen gab es vergangenes Jahr, für 2011 werde es auf 70 hinauslaufen, sagt Heintel. „Wir sind dennoch zuversichtlich, ein ausgeglichenes Ergebnis zu erreichen.“

Zielmarke müsse jedoch eine Zahl von 100 Veranstaltungen inklusive Eishockey sein. „Das würde ich für 2012 gern anpeilen“, meint der Arena-Chef. Entscheidender Punkt dabei sei die gute Zusammenarbeit mit Hannover Concerts (HC), die Stichnoth wiederhergestellt habe, nachdem es Dissonanzen zwischen Papenburg und den HC-Geschäftsführern gegeben hatte. „Allein 40 Veranstaltungen im nächsten Jahr – darunter die Batman-Saga, Konzerte der Ärzte und von Udo Lindenberg – machen wir mit HC“, betont Heintel. Doch auch die Eigenakquise solle verstärkt werden. Für das Anwerben von Firmenveranstaltungen werde der Vertrieb ausgebaut. Zehn solcher Großereignisse pro Jahr wie etwa eine Veranstaltung mit 1500 Gästen von Vodafone in diesem Mai strebt Heintel an. „Man darf sich nicht von der Musikbranche abhängig machen.“ Der Geschäftsführer hat dafür auch bisher undenkbare Ideen. Man müsse sich von der Vorstellung verabschieden, dass sich die Arena nur für Großveranstaltungen eigne. „Warum nicht eine Hochzeit oder ein privates Jubiläum dort feiern? Wir können alles ausrichten – von zehn bis 10.000 Leuten.“

Voriger Artikel Voriger Artikel
Nächster Artikel Nächster Artikel
HAZ-Redakteur/in Stefanie Kaune

Anzeige
Augenblicke: Die Bilder des Tages

Klicken Sie sich durch spektakuläre Fotos – ausgewählt von der HAZ-Redaktion.

Welche Schule für mein Kind?

Welche Schule für mein Kind?

Der große HAZ-Service: 130 weiterführende Schulen in der Region im Überblick. Mit allen Schwerpunkten, allen Adressen und allen Besonderheiten.mehr

Luftbilder: So schön ist Hannover von oben

HAZ-Fotochef Michael Thomas hat sich in die Luft begeben und Hannover von oben fotografiert.

Anzeige