Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Aus der Stadt Neuer Chef in der TUI Arena
Hannover Aus der Stadt Neuer Chef in der TUI Arena
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
09:33 11.10.2011
Von Stefanie Kaune
„Die Arena ist ein Schmuckstück“: Geschäftsführer Peter Heintel will Marketing und Vertrieb ausbauen – und am Image der Großhalle feilen. Quelle: Michael Thomas
Anzeige
Hannover

„Die Arena ist ein besonderer Wert für das Kulturleben und die Außendarstellung der Stadt“, meint der 46-Jährige. „Leider wird das von den Hannoveranern oft immer noch nicht richtig wahrgenommen.“

Der gebürtige Oberfranke, der vor dem Wechsel auf den Chefsessel seit 2007 die Abteilungen Gastronomie, VIP-Betreuung und Logen der Arena geleitet hat, will das ändern. „Wir arbeiten an einem Marketingkonzept, das von einer neuen Imagebroschüre bis zum überarbeiteten Internetauftritt reicht.“ Auch Besucherführungen kann er sich vorstellen. Und die Zusammenarbeit mit Hotels und den Kreativstudiengängen der benachbarten Fachhochschule will er ausbauen. „Die Halle ist ein Schmuckstück, das muss man mehr herausstellen“, meint Heintel, der Anfang Juni seinen Posten von Marco Stichnoth übernommen hatte, der sich auf die Geschäfte der Eishockeymannschaft Hannover Scorpions konzentrieren wollte. Nirgendwo sonst in der Stadt, sagt der Arena-Chef, hätten die Konzerte der Branchengrößen des Rock und Pop ebenso ihren Ort wie die Partien der Scorpions oder TV-Gastspiele von „Wetten, dass ...?“ bis „The Dome“.

Doch Heintel weiß auch um die Probleme der Halle, die seit ihrer Eröffnung zur Expo trotz attraktiver Veranstaltungen immer wieder in den Schlagzeilen war und Defizite schrieb. So stritt sich Bauunternehmer und Eigner Günter Papenburg mit der Region um Kapitaleinlagen oder mit Stadt, Region und Land um die Gründung einer Betreibergesellschaft. Auch die Manager wechselten, ehe Stichnoth mit der Arena 2010 erstmals schwarze Zahlen schrieb. „Daran müssen wir weiter arbeiten“, sagt Heintel, ein gelernter Bankkaufmann und studierter „Bachelor of Science“ im Bereich Internationales Hotel- und Tourismusmanagement. „Wir wissen, dass wir die Diskussion um öffentliche Gelder nicht mehr zu führen brauchen.“ 87 Veranstaltungen gab es vergangenes Jahr, für 2011 werde es auf 70 hinauslaufen, sagt Heintel. „Wir sind dennoch zuversichtlich, ein ausgeglichenes Ergebnis zu erreichen.“

Zielmarke müsse jedoch eine Zahl von 100 Veranstaltungen inklusive Eishockey sein. „Das würde ich für 2012 gern anpeilen“, meint der Arena-Chef. Entscheidender Punkt dabei sei die gute Zusammenarbeit mit Hannover Concerts (HC), die Stichnoth wiederhergestellt habe, nachdem es Dissonanzen zwischen Papenburg und den HC-Geschäftsführern gegeben hatte. „Allein 40 Veranstaltungen im nächsten Jahr – darunter die Batman-Saga, Konzerte der Ärzte und von Udo Lindenberg – machen wir mit HC“, betont Heintel. Doch auch die Eigenakquise solle verstärkt werden. Für das Anwerben von Firmenveranstaltungen werde der Vertrieb ausgebaut. Zehn solcher Großereignisse pro Jahr wie etwa eine Veranstaltung mit 1500 Gästen von Vodafone in diesem Mai strebt Heintel an. „Man darf sich nicht von der Musikbranche abhängig machen.“ Der Geschäftsführer hat dafür auch bisher undenkbare Ideen. Man müsse sich von der Vorstellung verabschieden, dass sich die Arena nur für Großveranstaltungen eigne. „Warum nicht eine Hochzeit oder ein privates Jubiläum dort feiern? Wir können alles ausrichten – von zehn bis 10.000 Leuten.“

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Die HAZ freut sich am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Die Bundeswehrreform kostet die Landeshauptstadt mittlerweile 1200 Jobs. Doch die Neuausrichtung der Armee geht weiter und trifft den Standort Hannover besonders hart.

Klaus von der Brelie 11.10.2011

Wenn die Stadtwerke das nächste Mal Rohrleitungen im Heizkraftwerk Linden ausblasen, wollen sie mit zusätzlichen Maßnahmen verhindern, dass wieder Rostpartikel auf die Umgebung niederfallen.

10.10.2011

Über die Ursache für die schwere Magenverstimmung, die sich Besucher des Tiergartenfestes in Kirchrode zugezogen haben, tappten die Behörden am Montag noch im Dunkeln.

10.10.2011
Anzeige