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Aus der Stadt Neuer Fixpunkt öffnet erst im April
Hannover Aus der Stadt Neuer Fixpunkt öffnet erst im April
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20:54 14.12.2016
Von Bärbel Hilbig
Ausweichadresse für Suchtkranke: Das Café Connection in der Fernroder Straße. Quelle: Tim Schaarschmidt
Hannover

Zur neuen Verzögerung kam es, weil zunächst eine zu schwere Entlüftungsanlage für die Küche eingeplant wurde und eine Genehmigung der Stadtentwässerung auf sich warten ließ.

Die Anlaufstelle für Drogenabhängige musste Ende 2015 ihren bisherigen Standort an der Hamburger Allee verlassen, weil dort ein Hotelneubau entsteht. Als Ausweichquartier dient seitdem ein städtisches Gebäude in der Augustenstraße, das ebenfalls einen Druckraum bietet, in dem Süchtige sich unter hygienischen Bedingungen Drogen spritzen können. Allerdings kommen dorthin deutlich weniger Abhängige als zuvor in den Fixpunkt an der Hamburger Allee.

„Der Rückgang ist bemerkbar“, bestätigt Stephanie Schünemann vom Betreiber, der Paritätischen Gesellschaft für Sozialtherapie und Pädagogik (Step). Statt der bisher rund 100 nutzen jetzt nur noch 50 bis 60 Drogenkranke den Druckraum, in dem Tische mit Sichtblende bereitstehen. Die Lage des Raums im ersten Stock sei ein Hemmnis, sagt der Drogenbeauftragte Alfred Lessing. „Einige Abhängige sind durch ihre Sucht körperlich geschädigt, andere meiden die Treppen aus Bequemlichkeit.“

Die Zahl der Süchtigen, die sich saubere Spritzen geben lassen, sei aber gleich geblieben. Manche spritzen sich jetzt draußen am Café Connection, das in der Fernroder Straße zwischen Amtsgericht und den Bahngleisen liegt. Direkt daneben entsteht der 550 000 Euro teure Neubau, in dem die Stadt Fixpunkt und Café Connection zusammenfassen und das Angebot ausweiten will. Im Stellwerk steht ein ebenerdiger Druckraum ganztags zur Verfügung. Bisher war er nur halbtags geöffnet. Außerdem wird es einen Mittagstisch geben. „Wir hoffen, dass wir mit dem verbesserten Angebot wieder mehr Leute in die niedrigschwellige Behandlung bekommen.“

Anwohner in der Nordstadt beobachten seit diesem Frühjahr eine deutliche Zunahme von Drogenhandel und offenem Drogenkonsum in den Seitenstraßen des nördlichen Engelbosteler Damms. Sie vermuten einen Zusammenhang mit der Schließung des alten Fixpunkt. Lessing weist das zurück. Für den Rückgang der Nutzerzahl macht er andere Gründe verantwortlich. In jüngster Zeit seien vermehrt Abhängige inhaftiert worden. Außerdem nehmen durch den Mischkonsum der Süchtigen Auffälligkeiten zu. „Es ist schwerer geworden, sie in einer Behandlung zu halten.“

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