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Mord im Tiergarten

Neuer Krimi Mord im Tiergarten

Christian Oehlschläger ist nicht nur Förster in Großburgwedel, er schreibt auch Krimis. In dieser Woche stellt er sein sechstes Buch rund um ein Celler Ermittlerduo vor, das es immer wieder auch nach Hannover verschlägt. Diesmal geht es um einen Mord im Tiergarten.

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Ein Mord im Tiergarten ist das Thema im neuen Krimi von Christian Oehlschläger.

Quelle: Archiv

Hannover. Der Tiergarten im November. Stammbesucher des Kirchröder Parks müssen ihre Morgenrunden anderswo drehen, denn es ist Jagdsaison. Wie jedes Jahr kümmert sich das Forstamt darum, dass das Dam-, Reh- und Schwarzwild in dem eingezäunten Gelände nicht überhandnimmt. Viel Aufsehen erregt das in der Regel nicht. In einer Geschichte des „Krimi-Försters“ Christian Oehlschläger ist das natürlich anders. Im neuen Buch, das der Burgwedeler in dieser Woche vorstellt, wird ein Zaungast mit Fernglas und Kamera Zeuge wahrlich mörderischer Jagdszenen in Hannovers Traditionsgehege. Eine Jägerin stirbt, doch nicht an einem Schuss.

„Der Neunwürger“ ist der sechste Fall in der Serie um das Kripo-Duo aus Celle, das Fans der regional sehr erfolgreichen Oehlschläger-Krimis seit dem Debüt „Schwanenhals“ im Jahr 2005 bei ihren Ermittlungen durch die Heide und zwischendurch nach Hannover begleiten. Auch diesmal sind die beiden Polizisten, älterer Herr und junge Dame, auf Amtshilfe der hannoverschen Kollegen angewiesen. Denn die Spuren der blutigen Tat im Tiergarten ähneln auffällig denen einer Serie von ungeklärten Todesfällen von Jägern in der Region Celle.

Der 1954 in der Wedemark geborene Oehlschläger ist Sohn eines Pastors. Zu Hause am Esstisch, sagt er, seien regelmäßig Geschichten erzählt worden: „Und Aufsätze habe ich schon als Kind gern geschrieben.“ Später wurden daraus erst Beiträge für Jagdzeitschriften, dann Bücher. Die Ideen kommen dem Förster oft tagsüber im Wald bei der Arbeit in der Bezirksförsterei Burgwedel. Geschrieben wird abends am Schreibtisch im Bungalow der Familie, und zwar gern und besonders gut über das, was in der Natur zu beobachten war.

Der Leser lernt Jägerlatein

So ist ein Abschnitt im „Neunwürger“ sogar aus der Sicht eines Baummarders geschrieben, der sich in einer Roterle häuslich eingerichtet hat: „Der Stamm war beulig, dick und krumm wie ein Flitzebogen, deformiert durch Krebsgeschwüre und Pilzbefall. In das durch Fäule aufgeweichte Holz hatten Spechte Löcher gehackt, deren ovale Eingänge zum Teil größer als Bierdeckel waren.“ Bis es dem Tier selbst an den Kragen geht, erfahren die Leser noch manches Wissenswerte über die Lebensgewohnheiten der Waldbewohner.

Wie immer bei Oehlschläger lernen sie auch Jägersprache. Begriffe wie „verhoffen“ und „Wind holen“ sind wieder in einem Glossar am Ende erklärt. Der Titel „Neunwürger“ bezieht sich im Übrigen auf den besser als Neuntöter bekannten Vogel, der seine Beute auf Dornen aufspießt. Das Buch ist spannend zu lesen und lebt nicht zuletzt vom hohen Wiedererkennungswert seiner Schauplätze. Diesmal gehören außer dem hannoverschen Tiergarten auch Wettmar, Kleinburgwedel und Oehlschlägers Wohnort Großburgwedel dazu.

„Der Neunwürger“ von Christian Oehlschläger ist im Verlag Neumann-Neudamm erschienen, hat 395 Seiten und kostet 16,95 Euro. Der Autor stellt das Buch gemeinsam mit seinem Lektor Ulrich Hilgefort am morgigen Dienstag um 19.30 Uhr in der Buchhandlung Böhnert, Im Mitteldorf 2, in Burgwedel vor. Am Donnerstag, 27. Oktober, sind die beiden um 20.15 Uhr in Hannover zu Gast - auch hier in der Buchhandlung Böhnert, Adolf-Emmelmann-Straße 8, in Bothfeld.

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