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Adventszeit 2012

Neuer Lichterglanz für die City

Von Stefanie Kaune

Nächstes Jahr wird umgeschaltet: Nach 26 Jahren hat dann die Weihnachtsbeleuchtung ausgedient, die derzeit noch in den Bäumen und über dem Pflaster in der Innenstadt leuchtet.
So soll es aussehen: Die Simulation zeigt, wie die Georgstraße zu Weihnachten 2012 leuchten könnte.

So soll es aussehen: Die Simulation zeigt, wie die Georgstraße zu Weihnachten 2012 leuchten könnte.

Hannover. In der Adventszeit 2012 wird es eine komplett neue Beleuchtung geben, die in Hinblick auf Energieeffizienz, Nachhaltigkeit und Optik Maßstäbe setzen soll. So können durch den Einsatz von LED-Lichtpunkten statt der herkömmlichen Glühlampen nach Berechnungen der City-Gemeinschaft rund 90 Prozent Energie und entsprechende Kosten gespart werden, zudem sind Elemente und Leuchtkabel aus nachwachsenden Rohstoffen vorgesehen. Auch das Design wird sich markant verändern – von Sternschnuppen in Anlehnung an den Magis-Stern zwischen den Häusern bis zu edlen, kelchförming drapierten Lichtketten und den „Organic Balls“, Kugeln aus Biowerkstoffen, in den Bäumen.

Von einem „europaweit einmaligen Konzept“ schwärmte gestern bei der Präsentation im Varieté GOP Martin Prenzler, Geschäftsführer der City-Gemeinschaft, die das Projekt der neuen Weihnachtsbeleuchtung gemeinsam mit der Stadt umsetzen will.
2016 hätten die alten Glühlampen ohnehin nicht mehr verwendet werden dürfen. Auf 100. 000 Euro belaufen sich derzeit die jährlichen Kosten, die auch für das neue Lichtkonzept eingeplant sind. 50 000 Euro kommen aus dem städtischen Budget, der Rest wird von der City-Gemeinschaft aufgebracht. Für die Zukunft bleibt es bei diesem Betrag der Stadt: Der Wirtschaftsausschuss des Rates hat gestern Nachmittag ein weiteres Engagement in dieser Höhe gebilligt – und das auch für die nächsten zehn Jahre zugesichert.

So lange soll der Leasing-Vertrag mit dem Unternehmen MK Illumination aus dem österreichischen Innsbruck laufen, das das neue Beleuchtungskonzept in Kooperation mit der hannoverschen Lichtdesginerin Wencke Tschentscher von der Firma Luminar entwickelt hat. Die Österreicher sind Marktführer in Europa und waren als Sieger aus der Ausschreibung der City-Gemeinschaft hervorgegangen, an der sich 19 Firmen beteiligt hatten. „Die  Begeisterung in der Stadtverwaltung für das neue Konzept ist groß, doch auch die Finanzierung von der privaten Seite muss stehen“, mahnte Kay de Cassan, Leiterin des Fachbereichs Wirtschaft, bei der Präsentation an. Prenzler erinnerte daran, dass von den rund 1200 Gewerbetreibenden in der City derzeit lediglich 31 Unternehmen für die Weihnachtsbeleuchtung bezahlten. „Das ist eigentlich ein Unding“, meinte er.

Durch die Aktion „Sternenpate“ sollen jetzt weitere private Geldgeber gewonnen werden. Gewerbetreibende können sich ab 350 Euro pro Jahr beteiligen und bekommen ein entsprechendes Signet für ihre Ladenräume, Privatpersonen sind bereits ab 50 Euro jährlich dabei. Prenzler hofft, durch diese Aktion künftig das private Budget zu erhöhen – und auch bisher noch unbeleuchtete Ecken etwa in großen Teilen der Georgstaße oder in der Luisenstraße einzubeziehen. Im GOP erklärten sich gestern bereits das Hotel am Rathaus, das Brauhaus Ernst August, die Parfümerie Liebe, die Sparda Bank und die Marketinggesellschaft HMTG spontan bereit, die neue Beleuchtung gezielt finanziell zu unterstützen.

Ein Clou der Weihnachtsbeleuchtung ab 2012 sind die „mitwachsenden“ LED-Lichterketten in den großen Straßenbäumen. „Die Ketten müssen auch nach der Saison nicht mehr demontiert werden“, erläuterte Peter Klingenschmid von MK Illumination. Sie entrollen sich je nach Wachstum ohne Schäden für die Bäume aus den Kabelbindern in den Zweigen. Die „Organic Balls“, die unter anderem aus Cellulose, Stärke und Pflanzenölen bestehen, werden erstmals in Europa eingesetzt und wurden als Designmuster exklusiv für Hannover geschützt.

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