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Neuer Streit um Sack und O-Tonne in der Region Hannover

Müllentsorgung Neuer Streit um Sack und O-Tonne in der Region Hannover

Der hannoversche Abfallentsorger aha möchte das Abfuhrsystem in der Stadt und im Umland vereinheitlichen. Dazu soll in der Region Hannover die „O-Tonne“ eingeführt werden. Doch dort wehren sich Bürgermeister gegen die neue Art der Müllentsorgung.

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Viele Kommunen in Hannovers Umland sind gegen die Einführung der O-Tonne.

Quelle: Frank Wilde

Das Pilotprojekt „O-Tonne“ des hannoverschen Entsorgers aha bringt neuen Schwung in die ewig junge Debatte um die Vereinheitlichung des Abfuhrsystems in Stadt und Umland. Bisher wird der Restmüll in der Stadt in Tonnen und im Umland in Säcken gesammelt – ein Umstand, den aha-Chefin Kornelia Hülter gerne demnächst zugunsten der Tonne vereinheitlicht hätte. Unterstützung bekommt sie dafür jetzt vom Springer Bürgermeister Jörg-Roger Hische (CDU): „Man kann es bei der Müllfrage nicht jedem recht machen“, sagte Hische bei einem Pressetermin in Wunstorf. „Irgendwann müssen wir ein einheitliches Abfallsystem haben, dafür muss man irgendwann einmal eine Entscheidung treffen.“ Er könne sich die Umstellung auf die Tonne auch im Umland vorstellen.

Dem widersprachen Hisches Amtskollegen aus Wennigsen, Barsinghausen und Wunstorf. „Die ländliche Bevölkerung bevorzugt die Säcke“, sagte Barsinghausens Bürgermeister Walter Zieseniß (CDU). Auch Wunstorfs Stadtoberhaupt Rolf-Axel Eberhardt (CDU) kann sich für eine Einführung der Abfalltonne nur erwärmen, „wenn sie freiwillig ist“. Und Wennigsens Bürgermeister Christoph Meinecke (parteilos) stellte klar: „Wennigsen ist eine Sack-Kommune.“

Zusammengekommen waren die Bürgermeister und die aha-Chefin eigentlich, um die Ausweitung des Pilotprojektes „O-Tonne“ auf die vier Kommunen bekanntzugeben. In die neue Tonne mit dem orangefarbenen Deckel können Gegenstände aus Metall und Kunststoff, Textilien und Elektrokleingeräte eingeworfen werden. Schon jetzt läuft der Test in Uetze, der Wedemark, Burgwedel, Isernhagen, Burgdorf, Lehrte und Sehnde. In den vier neuen Testkommunen soll das Projekt im Juli starten.

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