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Wieviele Prostituierte gibt es in Hannover?

Neues Gesetz Wieviele Prostituierte gibt es in Hannover?

Die Umsetzung des neuen Prostituiertengesetzes stellt die Region vor Schwierigkeiten. Laut dem seit 1. Juli geltenden Gesetz muss das Gesundheitsamt eine anonyme Gesundheitsberatung für Prostituierte anbieten. Aber weder Polizei noch Verwaltung wissen, wie viele Frauen und Männer als Prostituierte tätig sind.

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Quelle: dpa/Symbolbild

Hannover. Der Bundesgesetzgeber habe das Gesetz schnell verabschiedet und dabei keine Rücksicht auf die Umsetzbarkeit in der Praxis gemacht, sagte Regionspräsident Hauke Jagau Donnerstag in der Sitzung des zuständigen Regionsausschusses für Verwaltungsreform, Finanzen, Personal und Organisation.

Auch die Polizei hat keine Zahl

Laut Gesetz, das seit dem 1. Juli gilt, muss das Gesundheitsamt eine anonyme Gesundheitsberatung für Prostituierte anbieten, aber die Verwaltung weiß noch nicht einmal, wie viele Frauen und Männer in der Region als Prostituierte tätig sind. Die in der Informationsdrucksache genannte Zahl von 890 Sexarbeiterinnen wurde von Ausschussmitgliedern stark angezweifelt. Gesundheitsdezernentin Cora Hermenau, sagte, es gebe keine belastbaren Zahlen, auch nicht bei der Polizei. Peer Lilienthal von der AfD rechnet dagegen mit etwa 3000 Prostituierten in der Region. Deshalb werde das Gesundheitsamt auch nicht mit dem für die Beratung vorgesehenen Personal klarkommen, meint er.

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Die Region hat für die Beratung zwei Sozialarbeiter mit jeweils Dreiviertelstellen eine Assistenz sowie einen Mediziner mit einer Viertelstelle eingeplant. Die Verwaltung rechnet mit 400 Beratungen im Jahr pro Sozialarbeiter, wöchentlich soll es etwa 20 bis 25 Beratungen geben. Die Kosten hat die Verwaltung auf mehr als 190 000 Euro berechnet.

„Wir fangen erst einmal vorsichtig an“, sagte Jagau. Gegebenenfalls müsse beim Personal nach gesteuert werden, betonte er.

Zusätzlich benötigt die Region auch noch Übersetzerinnen mit speziellen Kenntnissen medizinischer Fachbegriffe. Denn nach den Erfahrungen des Gesundheitsamtes haben mehr als 85 Prozent der Prostituierten einen Migrationshintergrund, die Behörde hat Frauen aus 27 verschiedenen Ländern registriert. Ein großer Anteil der Sexarbeiterinnen - 64 Prozent - stammt nach Angaben der Regionsverwaltung aus Rumänien und Bulgarien.

Beratung über Verhütung

Nach dem neuen Gesetz sind Prostituierte verpflichtet, sich einmal pro Jahr gesundheitlich beraten zu lassen. Für Sexarbeiterinnen unter 21 Jahren ist die Beratung im halbjährlichen Rhythmus vorgeschrieben.

Bei der Gesundheitsberatung soll es unter anderem um Geschlechtskrankheiten, Empfängnisverhütung und die Risiken von Alkohol- und Drogenmissbrauch gehen.

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