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Heute Schulstart im neuen Gymnasium Limmer

Neubau Heute Schulstart im neuen Gymnasium Limmer

Hannover hat ein neues Gymnasium: In Limmer freuen sich Lehrer, Schulsekretärin und Hausmeister auf die ersten Fünftklässler, die mit dem Start des neuen Schuljahres dort lernen werden – 125 Kinder sind es. Bis zuletzt waren die Lehrer mit den Vorbereitungen beschäftigt.

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Schulleiterin Wencke Hedderich und Konrektor Andreas Nolting erwarten Donnerstag ihre ersten Schüler mit deren Eltern.

Quelle: Kutter

Hannover. Ein Skelett hat Biolehrer Heiko Schlößer Mittwoch zum ersten Mal in seinem Leben zusammengebastelt. Zum Schulstart soll heute am neuen Gymnasium Limmer möglichst alles für die ersten 125 Schüler bereitstehen. Der Knochenmann in Schuldiensten hat bereits einen Namen. „Paule“, sagt Schlößer ohne Zögern, „Schulskelette heißen immer Paule.“ Die Kunststoff-Knochen, Abdrucke von einem echten Skelett, sind ganz anschaulich farbig markiert. Schlößer ist zufrieden: „Da haben wir uns was Schönes ausgesucht.“

In den vergangenen Tagen haben an jeder Schule Mitarbeiter das neue Schuljahr vorbereitet. So viel Arbeit und so viel Aufbruchstimmung wie in Limmer gab es aber wohl selten. Eltern haben große Kaffeemaschinen und Gläser vorbeigebracht und spendieren Kuchen, damit es zur Einschulung heute einen Imbiss geben kann. „Es ist großartig, dass die Eltern mitdenken und Eigeninitiative zeigen“, freut sich Schulleiterin Wencke Hedderich. Denn bisher kennen Lehrer und Eltern sich nur flüchtig von Infoabend und Anmeldung. Um so dankbarer sind die Schulleiterin und ihre Kollegen. Die elf Lehrer im Alter von 30 bis 45 Jahren haben zum Start der neuen Schule alle Hände voll zu organisieren.

In Limmer nimmt ein neues Gymnasium seinen Betrieb auf. Bis zuletzt waren die Lehrer mit den Vorbereitungen beschäftigt.

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Musiklehrerin Elisabeth Niehaus steht im Instrumentenraum zwischen vielen unausgepackten Kisten und schaut wie ein Kind zu Weihnachten. Keyboards, Geigen, E-Gitarren, Kongas, Querflöte, Altsaxophon und etliche andere Instrumente durfte sie für die neue Schule bestellen. „Elisabeths Reich“, scherzt Konrektor Andreas Nolting im Vorbeigehen. Die 36-Jährige setzt gerade ein Metallophon, eine Art Xylophon, zusammen. Das Gymnasium bietet einen Musikschwerpunkt, dieses Schuljahr bekommen deshalb 20 Schüler zusätzlich Unterricht in einem Percussion-Kurs. Die Plätze waren sehr begehrt und mussten ausgelost werden. „Ich bin die einzige Musiklehrerin. Es ist eine Riesenchance, einen Fachbereich neu aufzubauen und eigene Schwerpunkte zu setzen“, schwärmt Elisabeth Niehaus.

Nebenan in der provisorischen Aula schraubt Hausmeister Ilhan Yavuzaslan gutgelaunt rollbare Infotafeln zusammen. Sein Job wird auf Jahre hinaus sehr arbeitsaufwendig bleiben, denn die Umbauten für das Gymnasium laufen voraussichtlich bis Mitte 2017. Als Hausmeister ist er für die Bauarbeiter der erste Ansprechpartner. „Viel Arbeit – das wollte ich ja! Und mich um heranwachsende Menschen kümmern“, ruft Ilhan Yavuzaslan aus. Und schon klingelt sein Handy. Der 49-Jährige sprüht vor Ideen. „Ich möchte mit dem Sportlehrer Aktionen starten, vielleicht Turniere organisieren.“ Schulsekretärin Maike Lottka bereitet derweil die Schülerfahrkarten vor und stempelt sie ab. Die Kinder hat sie bisher nur kurz bei der Anmeldung gesehen und freut sich, dass sich das mit dem Schulstart ändert.

Ihren Klassenraum haben Phil Franklin und Antje Weyrich längst eingerichtet. Gemeinsam werden sie eine Klasse leiten. Erdkundelehrer Franklin hat die Schulgründung seit Dezember in der Planungsgruppe begleitet. „Eine Schule aufzubauen, so wie sie uns gefällt, ist eine einmalige Gelegenheit.“ Der 35-Jährige denkt dabei an ein gutes Ganztagsangebot, am Gymnasium Limmer zählen dazu Schreibwerkstatt, Experimente, Geocaching und Hockey.

Schulleiterin Wencke Hedderich und Konrektor Andreas Nolting brüten bis zur letzten Minute über Zeitplänen, bereiten Infomaterial vor – und denken an schöne Details für die Einschulung. „Für uns alle ist diese Schule eine Chance, Neues auszuprobieren“, sagt Nolting. Wencke Hedderich ist glücklich über den Vertrauensvorschuss, den die Eltern den Lehrern geben. „Ich hoffe, dass die Kinder sich bei uns gut aufgehoben fühlen und gerne bei uns zur Schule gehen.“

Nachmittag ist Pflicht

Neue Schulen, neue Formen: Die Otfried-Preußler-Grundschule in der Südstadt startet heute als teilgebundene Ganztagsschule, jeden Dienstagnachmittag müssen alle Kinder bis 16 Uhr in der Schule bleiben. An den vier anderen Tagen gibt es ein offenes Angebot. Bis 2018 soll die Teilgebundenheit laut Schulleiterin Alexandra Vanin auf zwei bis drei Nachmittage ausgeweitet werden. In Hannover gibt es jetzt drei öffentliche Oberschulen, und an der Mira-Lobe-Schule beginnt eine inklusive Oberschulklasse mit zwölf Kindern ohne und sechs mit Handicap.

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