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Aus der Stadt Ein H mit Strich
Hannover Aus der Stadt Ein H mit Strich
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00:15 15.09.2013
Von Juliane Kaune
Der Großbuchstabe H und darunter ein dicker Strich. Diese beiden Zeichen stehen fortan sinnbildlich für die Hochschule Hannover, die früher Fachhochschule hieß. Quelle: David Carreno Hansen / HS Hannover
Hannover

Gut anderthalb Jahre nach dem Wechsel des Namens hat diese es nun auch geschafft, ein neues Logo zu präsentieren. Dabei hat man sich offenbar auf eine optische Minimallösung geeinigt.

Unverwechselbar ist das neue Markenzeichen in einer Stadt mit dem Autokennzeichen „H“ jedenfalls nicht. Daran dürfte auch der Strich nichts ändern, den die Schöpferinnen Anne Zilles und Andrea Lüders von der hannoverschen Agentur anneandrea.Markenschärfung & Design zusätzlich gezogen haben. „Selbstbewusst“ soll der markierte Buchstabe das „Selbstverständnis“ der Hochschule als „wesentlicher Bestandteil der Stadt und der Region“ darstellen. So stellen es sich die beiden Absolventinnen eben dieser Hochschule vor, die für das Logo verantwortlich zeichnen. So gesehen könnte jede der sechs Hochschulen am Standort Hannover mit einem schlichten „H“ kürzeln. Tut aber keine. Die Leibniz-Uni etwa hat den Zahlencode ihres berühmten Namensgebers in ihr Logo aufgenommen, die Tierärztliche Hochschule kommt, etwas antiquiert, mit einer weisen Eule und dem Gründungsjahr daher, die Medizinische Hochschule setzt im Logo einfach auf die drei Buchstaben, mit denen sie auch ihren Namen abkürzt: MHH.

Die Hochschule Hannover hätte ebenfalls drei Buchstaben zur Verfügung gehabt - in der Kurzform nennt sie sich HsH. Vielleicht schien bei dieser Konstellation als plakatives Logo aber die Verwechslungsgefahr mit der in auch Hannover ansässigen HSH Nordbank zu groß.

Noch unverwechselbarer sollen die fünf Fakultäten der HsH werden. Jede bekommt eine eigene Farbe und darf das „H“ mit Strich auf Briefköpfen und Marketingartikeln entsprechend einfärben - ob Grün für den Maschinenbau, Rot für die Informatik oder Orange für die Designer. Auch die Service- und Weiterbildungseinrichtungen werden bunter. Das Hochschulpräsidium dagegen hält sich in Anthrazit im Hintergrund. Laut Designprofessor Gunnar Spellmeyer, der weit unter 100.000 Euro teuren Entstehungsprozess des Logos begleitet hat, steht der Farbbaukasten für eine „nicht hierarchisch bestimmte, sondern eine zielgruppenfokussierte Struktur“.

Nach den Querelen um die Abwahl des HsH-Präsidiums keine schlechte Ausgangsbasis für die Suche nach einem neuen Chef oder einer Chefin.

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