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Aus der Stadt Das ist Hannovers neues Kino
Hannover Aus der Stadt Das ist Hannovers neues Kino
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00:16 06.01.2018
Betreiben das neue Kino Lodderbast: Johannes Thomsen und seine Frau Wiebke. Quelle: Franson
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Hannover

Nein, ein Kino sei das Lodderbast eigentlich nicht. Darauf besteht Mitinhaber Johannes Thomsen und korrigiert umgehend: „Das Lodderbast ist ein Kulturkiosk“, korrigiert der 36-Jährige. Mit einem neuartigen Kinokomplex soll das neue Projekt von Thomsen und seiner Frau Wiebke (35) im positiven Sinne nichts zu tun haben. „Wir wollen unsere Gäste kennenlernen“, sagt der Kulturjournalist und Werbetexter. 

Seit Dienstag laufen Vorstellungen im neuen Kulturkiosk. Am Sonnabend soll die Eröffnung nun offiziell gefeiert werden. Der Austausch mit den Besuchern dürfte bei 20 Sitzen im 31 Quadratmeter großen Saal nicht schwer fallen. Beim Reinkommen schütteln die Inhaber den Filmfans die Hände, die Limo ist nach eigenem Rezept hergestellt, Bier nimmt man sich –wie zu Hause –aus dem Kühlschrank und das Popcorn wird im kleinen Automaten selbst gemacht. Gesessen wird auf Retro-Cocktailsesseln mit einem Tischchen davor. 

Johannes und Wiebke Thomsen haben an der Berliner Allee das wohl kleinste Kino Hannovers aufgemacht: das Lodderbast. Es hat nur 20 Plätze und zeigt keine Blockbuster.

„Lodderbast ist Calenberger Platt und beschreibt eine unordentliche Person – das ist aber liebevoll gemeint“, sagt Johannes. So möchten die beiden Inhaber ihr ihre neues Projekt am liebsten haben: Unkonventionell, gegen den Strom und etwas frech. Das spiegelt sich auch im Programm wieder. Am Dienstag lief als erster Streifen der oscarprämierte Arthouse-Streifen „Birdman“ auf der sechs Quadratmeter großen Leinwand des Kinos, beziehungsweise des Kulturkiosks. Zu diesem Film hatte sich das Paar vor einigen Jahren kennengelernt. Zur Premiere des neuen Kulturbetriebs an der Berliner Allee 56 kamen 13 Gäste – der Saal war somit mehr als gut gefüllt.

Sonst im Programm: Der Trash-Gangster-Film „Machete“, das hochgelobte deutsche Werk „Wild“ oder der maritim-klaumaukige Katastrophenfilm „Sharknado“. Zusammengefasst sind die Filme im Januar unter dem Motto „Mensch und Tier“. Aktuelle Hollywood-Blockbuster gibt es im Lodderbast nicht. Oder wie es Thomsen sagt: „Wir zeigen kein Kino von der Stange.“ In Zukunft will das Ehepaar Thomsen auch regelmäßig kleine Konzerte organisieren. 

Cineastische Erfahrung hat das Paar zu Genüge: Wiebke Thomsen war stellvertretende Leiterin des Kinos am Raschplatz und hat in Berlin-Wedding auch schon ein Programmkino mitgegründet. Johannes hat unter anderem für das Fernsehen als Filmkritiker gearbeitet. In ihren Jobs bleiben die beiden Betreiber erstmal. Das Lodderbast sei ab sofort nun allerdings ihr „Herzensprojekt“. 

Lodderbast, Berliner Allee 56, Tickets kosten 10 Euro, ermäßigt 8 Euro. Das Programm gibt es unter www.lodderbast.de

Von Manuel Behrens

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