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Jetzt rockt die Kirche

Neues Netzwerk der evangelischen Landeskirche Jetzt rockt die Kirche

E-Gitarren statt Sakralchoral: Die evangelische Landeskirche Hannover will in Zukunft noch mehr Popmusik in den Kirchen erklingen lassen. Dafür hat sie jetzt eine Informationsplattform im Netz gegründet, um Popmusiker aus der Kirchenszene noch enger zu vernetzen.

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Mehr Pop, mehr Rock, mehr Gospel: Die Evangelische Landeskirche will das Musikprogramm in Gottesdiensten frischer machen.

Quelle: epd Archiv

Hannover/Hildesheim . "Was in der Kirche musikalisch passiert, muss nah am Menschen sein und bewegen", sagte Projektleiter Andreas Hülsemann am Freitag in Hannover dem Evangelischen Pressedienst. In der Landeskirche gibt es nach seinen Angaben mehrere Dutzend Pop-Bands und Gospelchöre, die in Gottesdiensten spielen oder eigene Konzerte geben. Hülsemann selbst ist Pianist beim kirchennahen Jazz-Quintett "Jordu".

Die Landeskirche fördert das Projekt mit rund 40.000 Euro im Jahr. Viele Menschen wünschten sich eine größere musikalische Vielfalt in der Kirche, sagte Oberlandeskirchenrat Klaus Grünwaldt. Dabei gehe es nicht nur um die Hörgewohnheiten junger Menschen: "Wer heute in Rente geht, ist nicht mehr mit Paul Gerhardt, sondern mit Paul McCartney aufgewachsen." Das neue Netzwerk unter www.netzwerk-popularmusik.de soll auch bei der Gründung von Bands helfen. "Popmusik in Kirchen spricht an, schafft Atmosphäre und ein Gemeinschaftsgefühl", sagte Grünwaldt. "Musical, Gospel, Rock und Pop - all das gehört in die Kirche, sofern die Texte stimmen."

Manche Kirchenmusiker fühlten sich jedoch nicht gut vorbereitet für die Anforderungen der Popmusik oder hätten keinen inneren Zugang zu ihr, räumte er ein. "Wir wollen aber nicht Konzertorganisten zu Gangsta-Rappern umschulen." Die Zentrale des Netzwerks ist im Michaeliskloster Hildesheim angesiedelt, wo die Landeskirche ein Zentrum für Gottesdienst und Kirchenmusik unterhält.

Koordinator Hülsemann will zunächst herausfinden, wo genau es überall bereits Popmusik in der Kirche gibt. Das neue Projekt "net.p" versteht sich als Informationsbörse von Laien, Profis und Musikverantwortlichen und will auch Tipps für die musikalische Praxis vermitteln: "Was leicht klingt, ist oft ganz schwer erarbeitet." Eines der ersten Ziele sei ein "Impulstag Popularmusik", erläuterte Hülsemann. Das Netzwerk will dabei mit bestehenden Partnern der "Initiative Jazz, Rock, Pop in der Kirche" oder der Gospelkirche Hannover zusammenarbeiten.

epd

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