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Neues Pflaster am Kröpcke bröckelt

Innenstadt Neues Pflaster am Kröpcke bröckelt

Abgeplatzte Oberflächen, tiefe Risse: An mehreren Stellen rund um das Kröpcke-Center weist das zweieinhalb Jahre alte Pflaster schon jetzt starke Mängel auf. Ausbesserungen sind allerdings erst nach dem Winter möglich. Einen Pfusch beim Verlegen schließt die Stadt aus.

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Abgeplatzte Oberflächen, tiefe Risse: An mehreren Stellen rund um das Kröpcke-Center weist die Oberfläche schon jetzt starke Mängel auf.

Quelle: Alexander Körner

Hannover. Zweieinhalb Jahre nach seiner Fertigstellung sieht das Straßenpflaster in der Fußgängerzone am Kröpcke an manchen Stellen schon wieder ramponiert aus. Einige Platten zeigen Risse und Abplatzungen. Die Stadt will nach Ende des Winters, wenn keine Minusgrade mehr zu erwarten sind, eine Bestandsaufnahme machen. „Vereinzelt werden wir auf jeden Fall ausbessern müssen“, sagt Stadtsprecher Alexis Demos.

Der Belag aus den geschliffenen Betonsteinplatten war parallel zum Umbau des Kröpcke-Centers in zwei Abschnitten verlegt worden – der erste endete im November 2012, der zweite im Juli 2014. Insgesamt kosteten Material und Einbau 4,3 Millionen Euro. Das Pflaster wurde wegen der hellen und freundlichen Farbe gelobt, aber vor allem von älteren Passanten auch kritisiert. Bei Regen oder Schnee kann es sehr rutschig werden.

In Hannover werden die Platten bereits seit 15 Jahren verlegt, man findet sie auch auf dem Ernst-August-Platz oder in der Schillerstraße. „Verglichen mit preiswerteren Belägen sind die geschliffenen Betonplatten robust. Schäden und Reparaturkosten wären bei anderen Materialien ungleich höher“, erklärt Demos.

Dass nun ausgerechnet der vergleichsweise neue Bodenbelag am Kröpcke hier und da bröckelt, begründet die Stadt mit der erhöhten Belastung durch schwere Fahrzeuge, die die Geschäfte in der City beliefern. Auch Veranstaltungen könnten das Pflaster in Mitleidenschaft gezogen haben. Dagegen schließt die Stadt aus, dass die Baufirmen beim Verlegen unsauber gearbeitet haben. Sie muss deshalb auch die Kosten für Reparaturen selbst tragen.

„Akuter Handlungsbedarf besteht nicht, weil die Verkehrssicherheit gewährleistet ist“, erklärt Demos. Sollte sich das in den Wintermonaten ändern, will die Stadt zunächst nur provisorisch flicken, etwa durch Asphaltguss. Weitere Schäden drohen vor allem dann, wenn es häufig zum Wechsel zwischen Frost- und Tauwetterperioden kommt. Dauerhafte Sanierungen können dann erst bei stabilen Wetterverhältnissen mit konstanten Temperaturen angegangen werden. Generalkritik an den Platten, wie sie etwa die hannoversche CDU geäußert hat, lässt die Stadt nicht gelten. „Selbstverständlich steht bei künftigen Pflasterungen auch diese Variante wieder zur Auswahl“, betont Demos.

Der Bereich am Kröpcke ist der Stadt ohnehin lieb und teuer. Sie lässt ihn und die angrenzenden Fußgängerzonen täglich nass reinigen, wobei aufgeheiztes Wasser mit Hochdruck aufgesprüht wird. Dadurch ergeben sich jährliche Mehrkosten in Höhe von 200.000 Euro, die auf den Gebührenhaushalt umgelegt werden. „Eine Finanzierung durch die Anlieger wäre ungerecht, weil die Innenstadt von allen Einwohnern intensiv genutzt wird“, erklärt die Stadt. Die kostspieligere Reinigungsvariante sei gewählt worden, weil sich nicht nur Anlieger, sondern auch zahlreiche andere Bürger bessere Reinigungsqualität gewünscht hätten.

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