Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Aus der Stadt Bald Kinofilme in Herrenhäuser Gärten zu sehen?
Hannover Aus der Stadt Bald Kinofilme in Herrenhäuser Gärten zu sehen?
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:17 10.04.2016
Von Andreas Schinkel
Sollen eine „Ganzjahresattraktion“ werden: Die Stadt will mehr Besucher in den Großen Garten und den Berggarten locken. Quelle: COPTOGRAPH
Anzeige
Hannover

Im Theater im Großen Garten sollen dann künftig auch Kinofilme gezeigt werden. Das geht aus einem „Arbeitsprogramm“ hervor, das Oberbürgermeister Stefan Schostok (SPD) am kommenden Donnerstag in seinem neu gegründeten Ausschuss vorstellen wird.

Es ist nicht das erste Konzept, das einen neuen Impuls verspricht. Erst drei Jahre ist es her, dass Hannovers Tourismus-Chef Hans Nolte Herrenhausen zu einem „Ganzjahresevent“ machen wollte. Das Schlossmuseum sollte dabei als Besuchermagnet im Winter dienen. Nach ersten Erfolgen ging die Besucherzahl des Museums aber wieder zurück. Der frühere Oberbürgermeister Herbert Schmalstieg wiederum plante einst, Lichtkunst in den Gärten erstrahlen zu lassen. Auch diese Idee greift Schostok jetzt auf, bezeichnet sie aber als zu teuer.

Dafür sehen Schostoks Pläne erhebliche Umbauten vor. Noch in diesem Jahr soll das Gartentheater neu gestaltet werden. Mauern werden saniert, der Orchestergraben verschwindet. Zudem will die Stadt alle Veränderungen, die im 20. Jahrhundert an der historischen Gartentheateranlage vorgenommen wurden, rückgängig machen. Das hat „die Entfernung sämtlicher Bäume zur Folge, da viele auf nicht originalem Standort stehen“, heißt es in dem Arbeitsprogramm. Bedeutende Sichtachsen, etwa auf das Galeriegebäude, will man wieder herstellen.

Herrenhausen soll eine „Ganzjahresattraktion“ werden, heißt es erneut. Anziehungskraft in kalten Wintermonaten haben vor allem die Schauhäuser im Berggarten. Daher erwägt die Stadt, ein neues Ausstellungshaus zu bauen. Dort könnten tropische Schmetterlinge herumflattern oder Zitronen- und Orangenbäume blühen. Noch in diesem Jahr will die Stadt klären, ob ein neues Schauhaus realisierbar ist. Dabei hofft sie auf Hilfe von Förderern. Die Freunde der Herrenhäuser Gärten etwa wünschen sich seit Jahren ein weiteres Schauhaus.

Auch mehr Veranstaltungen für ein junges Publikum soll es geben. Dazu gehören Filmvorführungen und Poetry-Slams im Gartentheater. Grundschülern soll in den Gärten Geschichte vermittelt werden, eine „Zukunftswerkstatt Herrenhausen“ junge Erwachsene an wissenschaftliche Themen heranführen.

Schostok hat alle Belange rund um die Herrenhäuser Gärten zur Chefsache erklärt. Damit fallen sie in die Zuständigkeit seines eigenen Ratsgremiums, das er jüngst gegründet hat. Bisher hatte sich der Kulturausschuss mit Herrenhausen-Themen beschäftigt.

Über die Pläne wird der OB-Ausschuss nicht entscheiden, eine Debatte dürfte aber nicht ausbleiben. Den Vorsitz im Ausschuss führt CDU-Fraktionschef Jens Seidel. Die CDU sowie FDP und Linke halten einen 13. Ratsausschuss eigentlich für überflüssig. Man brauche kein zusätzliches Gremium, um über Herrenhausen zu sprechen, meinte Seidel zuletzt. Schostok will in dem Gremium aber auch das Thema „Wissenschaftsstadt Hannover“ behandeln und über die internationalen Kontakte Hannovers sprechen.

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Die HAZ freut sich am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Wie spannend Spitzenforschung sein kann, erlebten 900 Gäste beim Wirtschaftsempfang von Leibniz-Uni und Unternehmerverbänden. Im Lichthof der Universität wurde auch das Team um Karsten Danzmann vom Institut für Gravitationsphysik geehrt, das an der ersten Messung von Gravitationswellen beteiligt war.

Bärbel Hilbig 10.04.2016

Hannovers Oberbürgermeister Stefan Schostok (SPD) darf den US-Präsidenten Barack Obama mit einer kurzen Rede bei der Eröffnungsfeier zur Hannover Messe zu begrüßen. Der Ministerpräsident ist nicht auf der Rednerliste aufgeführt.

Andreas Schinkel 10.04.2016

1968 eröffnete der junge Oldenburger Unternehmer Eugen Block sein erstes Steakhaus. Auf die Idee, dass Rindfleisch mit Kartoffeln auch den Deutschen schmecken müsste, kam er nach einem USA-Besuch. Das Restaurant, aus dem eine Kette wurde, nannte er nach sich selbst. Am Thielenplatz öffnete bereits die 37. Filiale.

10.04.2016
Anzeige