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Studentenwohnheim entsteht im Expo-Park

Hochschule Hannover Studentenwohnheim entsteht im Expo-Park

Für die mehr als 2000 Studenten an der Expo-Plaza entsteht nun nach langen Debatten endlich ein nahe gelegenes Studentenwohnheim. Die Peiner Firma Bauplan lässt im Expo-Park zwischen Ikea und dem Expo-Wal für rund 13 Millionen Euro zwei Gebäude errichten, die Platz für 208 Betten bieten sollen.

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„Blick in die Landschaft“: Nahe Ikea (rechts im Bild) sollen die Wohnheim-Gebäude entstehen. Computersimulation: Sabo-Architekten/Grimm & Kellner

Hannover. Weil die Stadt ein beschleunigtes Genehmigungsverfahren anwendet, sollen die Bewohner spätestens zum Beginn des Wintersemesters 2017/18 einziehen können. „Wir werden noch in diesem Jahr mit dem Bau beginnen - sobald wir die Genehmigung haben“, sagt Bauplan-Geschäftsführer Jens Segler: „Je nach Winterbedingungen sind wir dann irgendwann im Sommer fertig.“

Der Wohnraummangel in Hannover trifft Studenten hart. Sowohl große Wohnungen, die für Wohngemeinschaften geeignet sind, als auch Einzimmerapartments sind Mangelware. Zusätzliche Handicaps haben die Studierenden aus dem Ausland. Sie kamen sonst meist beim Studentenwerk unter, das 2330 Wohnheimplätze hat. Doch als im letzten Jahr 785 frei wurden, gab es 2780 Bewerbungen. Erstmals musste das Studentenwerk Notunterkünfte mit Matratzenlagern einrichten.

Die Versorgungsquote mit Wohnheimplätzen für Studierende ist in Hannover schlecht: Bundesweit stehen 9,86 Plätze pro 100 Studierende zur Verfügung, in Hannover sind es nur 6,53. Entlastung bringen Neubauten: Das private Wohnheim The Fizz in der Nordstadt ist im Oktober eröffnet worden, seine 303 Apartments kosten aber zwischen 405 und 785 Euro. Das Studentenwerk im Lodyweg (Herrenhausen) betreibt ein Wohnheim mit 80 Plätzen und erweitert seine Anlage in der Wilhelm-Busch-Straße (Nordstadt) um 70 Betten. Jetzt kommt das Wohnheim im Südosten hinzu.

Freier Blick in die Landschaft

Der fünfgeschossige Neubau besteht aus zwei lang gestreckten Baukörpern mit Südausrichtung. Bauplan lässt die Gebäude aus Betonelementen mit gelb geränderten Fenstern von der Kirchröder Firma Grimm & Kellner errichten, die Pläne kommen aus dem Architekturbüro Sabo aus der Calenberger Straße. Der Neubau entsteht am südlichen Ende des Expo-Parks - am entferntesten Punkt von den Hochschulinstituten. Für Bauplan-Geschäftsführer Segler ein Vorteil: „Uns war von der Expo-Grund auch eine andere Fläche angeboten worden. Am Expo-Wal aber lässt sich der freie Blick in die Landschaft genießen.“ Von der Plaza, an der die Hochschulinstitute beheimatet sind, seien es nur acht Minuten Fußweg. Die Preise sollen sich an denen es Studentenwerks ausrichten.

Bauplan hat bereits Wohnheime in Wolfsburg, Braunschweig und Lüneburg errichtet. Segler lobt die „konstruktiven Gespräche mit Stadtbaurat Uwe Bodemann“. Der Bauausschuss genehmigte gestern ein beschleunigtes Verfahren, weil weder Nachbar- noch Umwelteinwendungen zu erwarten sind.

Im Expo-Park waren während der Weltausstellung die Länderpavillons aufgereiht - das Wohnheim entsteht auf dem 13.700 Quadratmeter großen Gelände des Pavillons der Vereinten Arabischen Emirate. Das Gelände hat Stadtbahnanschluss, in direkter Nachbarschaft bereitet die Stadt den Neubau des Wohnviertels Kronsberg-Süd für etwa 3800 Neubürger vor. Dann soll rund um die Stadtbahn-Endhaltestelle Messe-Ost auch Handel angesiedelt werden - auch das ein Wunsch vieler Studierender und anderer Anlieger der Expo-Plaza.

Mietpreise im bundesweiten Vergleich

Platz 12 der Bundesliga-Städte: Überraschend kam gestern die Nachricht, dass Hannover auf Platz 12 der Tabelle der Bundesliga-Städte steht. Es ging aber nicht um Fußball, sondern um Mieten. Der Anbieter Immobilienscout hat Durchschnittspreise verglichen. Platz 1 hat natürlich München (16,10 Euro pro Quadratmeter). Korrekt platziert sind auch Mainz (Platz 6: 10,50 Euro) und Bremen (Platz 13: 7,30 Euro). Hannover erzielt mit 7,90 Euro zumindest bei Mieten einen sicheren Platz - Schlusslicht ist Gelsenkirchen-Schalke mit 5,10 Euro.

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