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Aus der Stadt Neues Wohnheim für 130 Studenten bereits in Planung
Hannover Aus der Stadt Neues Wohnheim für 130 Studenten bereits in Planung
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00:15 06.11.2016
Von Bärbel Hilbig
 „Das Problem wird angesichts weiter steigender Studentenzahlen zunehmen.“ Quelle: Archiv
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Hannover

Auf dem Gelände an der Herrenhäuser Straße liegen vorn Gebäude der Naturwissenschaftlichen Fakultät und der Landschaftsplaner. Im hinteren Bereich an der Haltenhoffstraße könnte das Studentenwohnheim Platz finden. Die Idee: Im Erdgeschoss entstehen Lern- und Arbeitsplätze für Studenten, die an fast allen Standorten der Uni stark nachgefragt sind. Darüber sollen Wohnungen für rund 130 Studenten liegen. Bei der Stadt hat der Geschäftsführer des Studentenwerks, Eberhard Hoffmann, bereits angefragt. Uni-Präsident Volker Epping hat das neue Projekt mit Hoffmann gemeinsam angeschoben. Beide hoffen für das Wohnheim auf eine Förderung des Landes, um die Plätze günstig vermieten zu können.

Diese Woche hatten Studenten vor der Leibniz-Uni mit einer Protestaktion auf die Wohnungsnot hingewiesen. „Das Problem wird angesichts weiter steigender Studentenzahlen zunehmen“, glaubt Hoffmann. „Damit wird es zu einer Sache des elterlichen Geldbeutels, ob ein Student eine Wohnung findet oder nicht.“ In Hannover stehen nur für 6,3 Prozent der Studenten Wohnheimplätze zur Verfügung. Der Bundesschnitt liegt bei 13,3 Prozent. Studentenwerkschef Hoffmann appelliert an die Landespolitiker, im nächsten Haushalt eine Förderung für Studentenwohnheime vorzusehen. „Das entlastet auch den allgemeinen Wohnungsmarkt, und zwar dauerhaft.“

Bereits beim kürzlich eröffneten Wohnheim Lodyweg am Georgengarten haben Leibniz-Uni und Studentenwerk in ähnlicher Weise kooperiert. Die Hochschule beteiligte sich an der Finanzierung, weil dort auch Arbeitsräume für Studenten geschaffen wurden. „Uns fehlen definitiv studentische Arbeitsräume“, betont Horst Bauer, Baudezernent der Leibniz-Uni. Am Standort Herrenhäuser Straße setzen sich die Fachschaften seit Jahren dafür ein. „Die Studenten halten sich heutzutage viel in der Uni auf und treffen sich in Arbeitsgruppen.“

Wesentlich weiter gediehen sind die Pläne für ein neues Wohnheim mit 68 Plätzen in der Dorotheenstraße. Hoffmann will im Dezember den Bauantrag für das Projekt einreichen. In der Straße stehen drei Wohnheim-Hochhäuser des Studentenwerks, „Silo“ genannt, zu denen ein veraltetes Gemeinschaftshaus gehört. Das Gebäude mit Saal und Arbeitsräumen soll abgerissen und durch den erweiterten Neubau ersetzt werden. Der Baustart ist für Mitte 2017 geplant.

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