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Grundstein für neues Verwaltungs-Rathaus gelegt

Schützenplatz Grundstein für neues Verwaltungs-Rathaus gelegt

Am Schützenplatz wächst das neue Verwaltungs-Rathaus für Bürgeramt, Kfz-Zulassung und Ordnungsangelegenheiten. Freitagmorgen haben OB Stefan Schostok und Hanova-Chef Karsten Klaus den Grundstein gelegt. 600 Mitarbeiter arbeiten in der Rathaus-Außenstelle, täglich werden bis zu 3500 Besucher erwartet.

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Ab geht´s: Die Kupferrolle mit Tageszeitung, Luftbildern und Finanzkalkulation verschwindet im gemauerten Grundstein.

Quelle: Conrad von Meding

Hannover. Wird es „Technisches Rathaus“ heißen? Oder „Behördenhaus“? Am Freitag wurde am Schützenplatz der Grundstein für Hannovers neues „Verwaltungshaus für Ordnungsangelegenheiten“ gelegt – doch Oberbürgermeister Stefan Schostok hofft, dass „den Bürgern vielleicht noch ein passenderer Name einfällt“.

Sechs Stockwerke hoch, rot verklinkert und auf 500 Betonpfählen in den Masch-Morast gegründet: So soll der Bau ab Frühjahr 2019 etwa 600 Verwaltungsmitarbeitern Platz bieten. Sie arbeiten derzeit über etliche Dienststellen verteilt in Bürgeramt Mitte, bei der Kfz-Zulassung, aber auch der Waffen- oder Ausländerbehörde. Die Stadt rechnet im Tagesschnitt mit 2000 Besuchern, an Spitzentagen sogar 3500.

Karsten Klaus, Geschäftsführer der städtischen Wohnbaugesellschaft Hanova, berichtete beim Festakt von den Kuriositäten des Projekts. Etwa, dass es einen „Rainman“ gebe, der jede Nacht etwa 200 Bäumen im Umkreis von 75 Metern je 150 Liter Wasser spende, weil das Grundwasser abgesenkt ist. 25.000 Kubikmeter Beton und 3500 Tonnen Stahl werden von den Firmen Munte und Wallbrecht verbaut. Das Gebäude mit 31.000 Quadratmetern Bruttogeschossfläche wird acht Aufzüge und 112 Autostellplätze haben, zum Teil mit 
E-Ladestation, dazu 88 Radabstellplätze. Es kostet 80 Millionen Euro – die Stadt mietet sich für knapp 30 Jahre bei ihrer Tochter Hanova ein.

„Es ist ein bedeutendes Projekt für Hannover: für die Verwaltung, für die Mitarbeiter, aber vor allem auch für die Bewohner, die hier mit kurzen Wegen Behörden erreichen“, sagte OB Schostok. Der Bau, entworfen vom hannoverschen Architekturbüro KSW, sei sogar etwas vor dem Zeitplan, konnte Bauherr Klaus berichten.

Computersimulation: So soll das Gebäude aussehen.

Quelle: Stadt Hannover

KSW-Architektin Karin Kellner versprach ein lichtdurchflutetes Haus, das eine gute Arbeitsatmosphäre bieten werde. Sie nutzte ihr Grußwort aber auch für einen flammenden Appell, endlich die Pläne zur Verschlankung des Cityrings umzusetzen. Das gab Murren von den anwesenden Kommunalpolitikern: Sie wollen von dem umstrittenen Thema am liebsten nichts mehr hören.

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