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Aus der Stadt Oststadtklinik soll bald abgerissen werden
Hannover Aus der Stadt Oststadtklinik soll bald abgerissen werden
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00:16 02.08.2017
Von Andreas Schinkel
Erst Klinik, dann Flüchtlingsunterkunft, bald Standort für ein großes Wohngebiet: Das Klinikum Oststadt. Quelle: Villegas
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Hannover

Zuvor geht das 70.000 Quadratmeter große Grundstück zwischen Podbielskistraße und Mittellandkanal in die Hände der städtischen Immobiliengesellschaft Hanova (vormals GBH). „Wir wollen das Gebiet zum 1. Oktober von der Stadt übernehmen“, bestätigt Hanova-Geschäftsführer Karsten Klaus die Informationen der HAZ. Noch habe man zwar keinen Vertrag unterzeichnet, aber die Stadtverwaltung hat bereits Zustimmung signalisiert.

20 Millionen für Vorbereitung?

Bevor das Grundstück vermarktet und bebaut werden kann, muss Hanova viel Geld investieren. Allein der Abriss schlägt mit bis zu drei Millionen Euro zu Buche. Danach muss der Boden auf Kontaminationen untersucht und saniert werden. Zusammen mit dem Bau von Erschließungsstraßen beziffert das Unternehmen die Kosten für das Herrichten des Baugeländes auf 15 bis 20 Millionen Euro. Das Grundstück wird anschließend parzelliert und an Investoren verkauft. „Ab 2019 können die ersten Häuser entstehen“, sagt Klaus.

Das 70.000 Quadratmeter große Grundstück zwischen Podbielskistraße (oben) und Mittellandkanal wird zu einem der größten Baugebiete der Stadt. Quelle: Morpho-Logic

Bereits vor vier Jahren hatte die Stadt einen Plan vorgelegt, wie das Gelände bebaut werden soll - mit mehrgeschossigen Wohngebäuden und Reihenhäusern. Damals stand bereits fest, dass die Klinik ins neu errichtete Siloah-Krankenhaus an der Stadionbrücke umzieht. Nicht alle Ärzte waren einverstanden mit der Entscheidung der Klinikum-Gesellschaft.

Eigentlich sollten die Bauarbeiten zwei Jahre später beginnen, doch 2015 strömten immer mehr Flüchtlinge nach Hannover. Die Stadt musste Tausenden Menschen rasch ein Dach über den Kopf geben und richtete im leeren Bettenhaus eine Notunterkunft für 300 Asylsuchende ein. Es war die erste Massenunterkunft in Hannover. Später wohnten bis zu 750 Flüchtlinge im Klinikbau. Die Bebauung des Grundstücks verzögerte sich erheblich, erst in diesem Frühjahr zogen die letzten Flüchtlinge aus.

„Keine Vergabe zu Höchstpreis“

Jetzt kann auf dem Gelände dringend benötigter Wohnraum entstehen. „Wir werden die Flächen nicht zu Höchstpreisen an Investoren verkaufen“, sagt Hanova-Chef Klaus. Fest stehe auch, dass rund 25 Prozent des Wohnungsbaus staatlich gefördert wird, weil die Wohnungen also zu günstigen Mieten angeboten werden. Einen Teil der Fläche will Hanova selbst nutzen und bebauen.

Derzeit bereitet Hanova einen Architektenwettbewerb für Teilflächen vor. Dabei sollen die groben städtischen Vorgaben, Anordnung der Häuser sowie Verteilung von Reihenhäusern und Geschossbauten, berücksichtigt werden. Auch eine Kita ist geplant.

Auf einem Teil des Geländes wird schon eifrig gebaut. An der Podbielskistraße nahe Pasteurallee errichtet die Strabag ein Wohn- und Geschäftshaus mit 16.500 Quadratmetern. Nebenan ist das ehemalige Schwesternwohnheim bereits abgerissen.

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