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Aus der Stadt Neustart im Ernst-August-Carrée in Hannover
Hannover Aus der Stadt Neustart im Ernst-August-Carrée in Hannover
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21:05 11.01.2011
Von Conrad von Meding
„Belebung wird gut tun“: Deniz und Bedran Özgör (von links) setzen die Pläne von Architekt Detlef Eckert in ihrem neuen „Hugo’s“ um. Quelle: Rainer Surrey

Dazu investiert der neue Eigentümer auch in die Hof- und Fassadengestaltung. Eine der stilvollsten Innenstadtimmobilien Hannovers soll so wieder zu neuer Vitalität erweckt werden.

2007 hatte die holländische ING-Bank das Ernst-August-Carrée für ein europäisches Fondsprojekt gekauft, nachdem es zuletzt immer wieder Leerstand, Mieterwechsel und gastronomische Verödung gegeben hatte. Jetzt scheint der Neustart Früchte zu tragen. Die Zeitarbeitsfirma Randstad hat zum Jahreswechsel ihren Standort an die Goethebrücke verlegt und damit den Weg frei gemacht für eine Revitalisierung der Erdgeschossflächen. Derzeit wird der Nordwestflügel komplett umgebaut, im März eröffnen dort die Betreiber der „El-Solin“-Bars, die Brüder Deniz und Bedran Özgör, ihr erstes Restaurant mit Bar und Lounge unter dem Namen „Hugo’s – alles außer gewöhnlich“.

Gemeinsam mit ihrem dritten Bruder Ferit betreiben sie bereits in Hannovers Osterstraße und neuerdings auch in der Schillerstraße zwei Bars, ihre „El Solins“ gibt es außerdem in Hameln, Northeim und Seesen. Im Ernst-August-Carrée wollen sie ab März moderne italienische Küche mit Holzofenpizza, Meeresfrüchten und Antipasti bieten, alles soll in einer einsehbaren Küche zubereitet werden. Zum Ernst-August-Platz hin wird sich eine große Lounge erstrecken, derzeit wird die Bar eingebaut.

Die Pläne fußen auf Entwürfen des Südstädter Gastronomiearchitekten Detlef Eckert, der unter anderem auch in der gegenüberliegenden Ernst-August-Galerie einen Großteil der Gastroflächen gestaltet hat. Er hat in Verhandlungen mit der Stadt erreicht, dass künftig außer im großen Innenhof auch vor der Fassade Tische und Stühle aufgebaut werden dürfen. „So wird das Carrée einladender“, sagt Eckert. An der Fassade werden zudem neue, mit dem Denkmalschutz abgestimmte Leuchtschriften installiert. Der Innenhof erhält nach Plänen Eckerts einen goldgelb abgestuften Anstrich und ein neues Beleuchtungskonzept mit Sternenhimmel. Um der Zugluft Herr zu werden, darf Eckert auf Kosten der Eigentümer große Glastüren in die beiden Toröffnungen des Carrées einbauen.

Küchenspezialist One Kitchen, Dekoshop Caprice und Edelfriseur Sapori fühlen sich im Gebäude ebenso wohl wie die Ärzte, Anwälte und Steuerberater in den oberen Etagen. 2009 aber hatte die Brasserie Bruxelles nach Querelen schließen müssen. Danach verdörrten sogar die Olivenbäume im Hof, die jetzt für rund 20.000 Euro neu gekauft werden – auf Bitten Eckerts kümmert sich Olivenbauer Jürgen Piquard um Anschaffung und Pflege der Bäume. „Die Belebung wird dem Carree gut tun“, sagt Architekt Eckert: „Die schöne Immobilie hat es verdient.

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