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Nicht mehr jeder E-Scooter darf in Bus und Bahn

Üstra und Regiobus Nicht mehr jeder E-Scooter darf in Bus und Bahn

Kleine Elektrowagen für Gehbehinderte, sogenannte E-Scooter mit vier Rädern, werden in Bussen und Bahnen künftig nur noch unter bestimmten Bedingungen mitgenommen. Der Grund dafür sind haftungsrechtliche Fragen bei Unfällen, erläuterten am Mittwoch Vertreter der beiden Verkehrsunternehmen Üstra und Regiobus.

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Quelle: Dröse

Hannover. Die neuen Regeln gelten ab dem 1. Januar kommenden Jahres. Bis dahin tolerieren die beiden Verkehrsunternehmen noch die Mitnahme aller auf dem Markt befindlichen E-Scooter. In den vergangenen Jahren hat es immer wieder Unfälle mit E-Scootern in Bussen und Bahnen gegeben, jedoch nicht bei der Üstra oder bei Regiobus. Bei einem bundesweit erstelltem Gutachten war festgestellt worden, dass einige der Elektrowagen leichter umstürzen können, weil ihr Schwerpunkt relativ hoch ist. Dabei können sich die Insassen der E-Scooter aber auch andere Fahrgäste schwer verletzen.

Nach der in drei Monaten geltenden Regelung dürfen die Elektrowagen die Länge von 1,20 Meter nicht überschreiten, damit in den Bussen und Bahnen noch ausreichend Platz zum Rangieren ist. Wegen der Standsicherheit müssen die E-Scooter vier Räder besitzen und dürfen, einschließlich Nutzer, ein Gesamtgewicht von 350 Kilogramm nicht überschreiten. Zudem muss im Schwerbehindertenausweis des Nutzers dessen Gehbehinderung vermerkt sein. Die Benutzer der Elektrofahrzeuge sind selbst für die Einhaltung der Regeln zuständig. Wer dagegen verstößt, sei praktisch als Schwarzfahrer unterwegs, sagte Üstra-Marketingleiterin Christa Ambrosius.

Bei der Lösung „des schwierigen Themas sei ein Spagat gelungen“, sagte sie. Es sei darum gegangen, die Fahrer der Busse und Bahnen vor haftungsrechtlichen Fragen zu bewahren und dennoch mobilitätseingeschränkten Menschen die Mitfahrt in den öffentlichen Verkehrsmitteln zu ermöglichen.

Lob für Üstra und Regiobus kam von Behindertenbeauftragten von Land, Region und Landeshauptstadt. Regionsbeauftragte Renate Conrad sagte, sie sei froh über die gefundene Lösung. „Jetzt werden Menschen mit E-Scootern rechtlich ernst genommen“, betonte sie. Die städtische Behindertenbeauftragte Andrea Hammann rügte allerdings die Ungleichbehandlung mit Fahrradfahrern. „Mit Fahrrädern in Bussen und Bahnen passieren viel mehr Unfälle“, sagte sie.

Fahrgäste mit E-Scootern können den Ein- und Ausstieg in Busse und Bahnen sowie das Rangieren üben. Nächste Termine sind Mittwoch, 2. und 9. November, jeweils von 10 bis 13 Uhr am Endpunkt Messe/Nord.

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