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Aus der Stadt Politik stimmt für Nord-West-Bahn, aber...
Hannover Aus der Stadt Politik stimmt für Nord-West-Bahn, aber...
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00:46 11.05.2018
Züge der Nord-West-Bahn könnten auf dem hannoverschen Hauptbahnhof ab dem Jahr 2021 zum gewohnten Bild gehören.  Quelle:  dpa
Hannover

 Auf dem Weg zum S-Bahn-Betreiber in der Region Hannover hat die Nord-West-Bahn eine weitere Hürde genommen. Am Dienstag stimmten der Verkehrsausschuss und der Regionsausschuss nach Informationen der HAZ jeweils mit großer Mehrheit der Vergabe an das Oldenburger Unternehmen zu. Für nächsten Dienstag steht dann die Entscheidung der Regionsversammlung an. Auch dort wird mit einer breiten Mehrheit zugunsten des privaten Bahnunternehmens gerechnet.

Die Nord-West-Bahn soll im Jahr 2021 die S-Bahn vom bisherigen Betreiber DB-Regio übernehmen. Das Oldenburger Unternehmen hat die DB-Regio offenbar beim Preis ausgestochen. Dieser lag rund 15 Prozent unter der erwarteten Summe. Der Preis spielt bei der Vergabe mit 98 Prozent die entscheidende Rolle, die Qualität zählt nur zu zwei Prozent.

Insgesamt waren vier Bewerber angetreten. Einer ist wegen unvollständiger Unterlagen vorzeitig vom Verfahren ausgeschlossen worden. Der Bewerber hatte die geforderte Tariftreueerklärung nicht abgegeben. Die Region und die Landesnahverkehrsgesellschaft (LNVG) hatten festgestellt, dass bei der ungewöhnlich preiswerten Offerte der Nord-West-Bahn keine Verstöße gegen umwelt-, sozial- und arbeitsrechtliche Regeln vorliegen.

Der Betrieb des S-Bahn-Netzes in der Region gilt als lukrativ. Die Züge in der Region werden täglich von mehr als 90.000 Passagieren genutzt, das sind doppelt so viele wie zum Start im Expo-Jahr. Allerdings ist die Kapazität für einen weiteren Zuwachs begrenzt: Die Gleise im Bahnhof Hannover sind weitgehend ausgelastet.

Das Entscheidungsverfahren wird sich noch einige Zeit hinziehen. Nach der Regionsversammlung müssen auch noch der Aufsichtsrat der LNVG und der Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe befinden. Erst dann werden die Bewerber informiert. Die unterlegenen Firmen können dann die Entscheidung „innerhalb von zehn Tagen rügen“, wie Regionssprecherin Christina Kreutz erläutert. Über mögliche Einwände muss dann wiederum entschieden werden. Aus den Reihen der Politik wird mit Einsprüchen gerechnet.

Von Mathias Klein

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