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Norovirus breitet sich in der Region aus

Landesgesundheitsamt Norovirus breitet sich in der Region aus

Die Zahl der Norovirus-Erkrankungen in der Region Hannover und ganz Niedersachsen ist im Vergleich zu den Vorjahren nach Angaben des Landesgesundheitsamtes stark gestiegen. Vermutlich gehe ein neuer aggressiver Virustypus um, gegen den viele Patienten noch keine Abwehrkräfte entwickelt hätten.

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Noroviren sind hochansteckend.

Quelle: dpa

Hannover. Das Norovirus grassiert in der Region Hannover: Von Anfang Oktober bis Ende Dezember hat das Gesundheitsamt 324 Infektionen gezählt. 2015 gab es im selben Zeitraum lediglich 200 Fälle. Das Landesgesundheitsamt spricht von niedersachsenweit einer ungewöhnlich hohen Zahl von Erkrankungen. Seit Oktober steigt die Zahl der Infektionen in ganz Niedersachsen stetig, im Dezember hat das Landesgesundheitsamt 1299 Fälle gezählt - deutlich mehr als im Vorjahr. Vermutlich geht ein neuer aggressiver Virentypus um, gegen den viele Patienten noch keine Abwehrkräfte entwickelt haben. Erfasst werde auch nur ein Bruchteil der Erkrankungen, sagte Holger Scharlach, Sprecher des Landesgesundheitsamts. Die meisten Erkrankten gingen mit der heftigen Magen-Darm-Grippe gar nicht erst zum Arzt.

32 Infektionen seit Jahresbeginn

Mit dem Schulanfang dürfte die Zahl der Infektionen in den nächsten Tagen noch mal deutlich in die Höhe schnellen, nicht nur in den Schulen, sondern auch in den Kindergärten, die jetzt auch wieder voller werden. In der ersten Woche des Jahres 2017 sind in der Region Hannover weitere 32 Infektionen gemeldet worden, sechs mehr als Anfang 2016.

Das vor allem im Winterhalbjahr grassierende Norovirus gehört nach Angaben des Robert Koch-Instituts zu den weltweit häufigsten Erregern für plötzlich auftretenden Brechdurchfall. So schützen Sie sich davor.

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Auch in Seniorenpflegeheimen komme es wegen der hohen Ansteckungsgefahr immer wieder zu Ausbrüchen des Magen-Darm-Virus, teilte eine Sprecherin der Region mit. Die Pflegekräfte seien aber im Umgang mit den Erreger und den nötigen Hygienemaßnahmen gut geschult und könnten die Verbreitung schnell eindämmen. Wer einmal an dem Magen-Darm-Virus erkrankt sei, habe erstmal einige Wochen Ruhe, betonte Scharlach vom Landesgesundheitsamt. Unklar sei allerdings , wie lange die Immunität anhalte.

Viele Atemwegserkrankungen

Neben dem Norovirus stellen Mediziner derzeit auch eine Häufung von viralen Atemwegserkrankungen fest. Zwar träten die Erkrankungen oft im Januar und Februar auf, hieß es in einer hannoverschen Hals-Nasen-Ohren-Arzt-Praxis, doch in diesem Jahr käme dies geballt. „Die Patienten rennen uns gerade die Bude ein“, sagt Andreas Wiese-Weinberg, Hausarzt in einer Gemeinschaftspraxis.

Symptome der Atemwegserkrankungen, die meist zwischen einer Woche und zehn Tagen sind hartnäckiger Husten, Hals- und Ohrenschmerzen, geschwollene Nasenschleimhäute und Bronchien. Besonders verbreitet sei derzeit der RSV-Virus, sagte Scharlach. In 20 Prozent der untersuchten Proben seien diese Viren aufgetreten, dagegen nur in zehn Prozent die klassischen Influenza-Erreger. Dennoch rät der Sprecher des Landesgesundheitsamtes, sich noch gegen Grippe impfen zu lassen. Bis der Impfschutz wirke, vergingen jedoch zwei Wochen.

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