Für 220 Jungen und Mädchen werden 33 Erzieherinnen im Einsatz sein. Für den Arbeitgeber Stadt verhandelte Personalchef Harald Härke damit 60 Notdienstplätze mehr heraus als beim Streik im Jahr 2006.
Die Betreuungsplätze sollen in erster Linie berufstätigen alleinerziehenden Müttern und Vätern angeboten werden, die sonst Probleme haben, ihre Kinder unterzubringen. Aus jeder städtischen Kita wird eine Mitarbeiterin im Notdienst eingesetzt, damit Kinder es mit bekannten Betreuern zu tun haben. Alle Eltern, die von der Arbeitsniederlegung betroffen sind, bekommen gezahlte Beiträge von der Stadt unaufgefordert erstattet.
Die Notdienst-Kitas sind über das Stadtgebiet verteilt und sollen mehrere Stadtteile abdecken. In der Haltenhoffstraße (Herrenhausen) gibt es 56 Plätze, in der Lister Waldstraße 81, in der Kita Neue Straße in Wettbergen ist Platz für 44 Kinder, im Ahlemer Brüder-Grimm-Weg für 35 Jungen und Mädchen. Für betroffene Eltern hat die Stadt die Telefonnummer 168-46321 geschaltet.
Die Stadt wird keine Disziplinarmaßnahmen gegen Mitarbeiter einleiten, die sich an den Streikaktionen beteiligt haben. Die Frage, ob dies anders gewesen wäre, hätte es keine Notfallabsprache mit ver.di gegeben, beantwortete Härke so: „Dann hätte sich die Situation unter Umständen anders dargestellt.“ Gewerkschaftlich nicht organisierte Kita-Beschäftigte, die sich nicht an dem Arbeitskampf beteiligen, setzt die Stadt in anderen sozialen Bereichen ein, nicht jedoch im Notdienst. Dies ist eine Forderung von ver.di.
Gewerkschaftssekretärin Birgit Schütte wertete die Notdienstvereinbarung am Mittwoch als Entgegenkommen an Eltern, „die uns sehr unterstützt haben“.
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