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550 Notfallseelsorger beim Bundeskongress in Hannover

Hilfe für verletze Seelen 550 Notfallseelsorger beim Bundeskongress in Hannover

Sie helfen bei Unfällen, Unglücken und anderen unvorhergesehenen Ereignissen und kümmern sich um die Opfer. Notfallseelsorger sind seit Jahren neben Feuerwehrleuten, Polizisten und Notärzten fester Bestandteil der Rettungskette. 

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Quelle: Julian Stratenschulte

Hannover. An diesem Wochenende kommen rund 550 Kriseninterventionshelfer in Hannover zum 18. Bundeskongress der Notfallseelsorge im HCC zusammen.

Das Treffen, das erstmals in Niedersachsen stattfindet, wird organisiert von der evangelischen Landeskirche Hannover und dem katholischen Bistum Hildesheim. Schirmherr der Veranstaltung ist Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius (SPD). In knapp 30 verschiedenen Workshops gehen die Teilnehmer gemeinsam mit Fachärzten insbesondere der Frage nach, wie seelische Schäden nach traumatischen Situationen wieder behoben werden können - und wie auch die Helfer damit umgehen können.

907 Notfallseelsorger arbeiten derzeit im Zuständigkeitsgebiet der evangelischen Landeskirche Hannover. Davon sind 799 Pfarrerinnen und Pfarrer. Die übrigen 108 Helfer sind Ehrenamtliche. Im vergangen Jahr hatten die Seelsorger insgesamt 1361 Einsätze - die überwiegende Zahl spielte sich im häuslichen Bereich ab, etwa nach einem plötzlichen Kindstod, einem Suizid oder nach dem Tod eines nahen Angehörigen. Die Einsatzkräfte vor Ort können die Notfallseelsorger über die Leitstelle der Feuerwehr hinzurufen. „Wir haben eine 24-stündige Bereitschaft an allen 365 Tagen des Jahres“, sagt Joachim Wittchen, der landeskirchliche Beauftragte für Notfallseelsorge.

Helga Nolte arbeitet seit acht Jahren als ehrenamtliche Notfallseelsorgerin in Hannover. „Wegen meines Berufs kann ich immer nur an den Wochenenden helfen“, sagt sie. So stellt sie jeden zweiten Freitagnachmittag ihre Einsatztasche bereit, schaltet ihren Pieper an, über den sie alarmiert wird, und hält sich bis Montag bereit. „In der Tasche ist alles, was ich für die Einsätze benötige: Adressen und Telefonnummern von weiteren Hilfsangeboten, Teddybären für kleine Kinder, Taschentücher und auch eine Kerze“, sagt Nolte. Ihre Einsätze können zwischen 20 Minuten und sechs Stunden dauern. „Ich bin so lange da, wie der Betroffene mich braucht“, sagt die Helferin.

Im Stadtgebiet stellt die Verfügbarkeit von Notfallseelsorgern nach Angaben der Landeskirche keine Probleme dar. In den ländlichen Gebieten sieht es allerdings manchmal anders aus. „Da kann es vorkommen, dass wir ein Problem haben, zum Beispiel an Sonntagen, wenn die Pfarrerinnen und Pfarrer wegen der Gottesdienste in ihren Gemeinden gebraucht werden“, sagt Wittchen.

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