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Nutzten Einbrecher Airport-Shuttle-Service-Daten?

Mehrjährige Haftstrafen Nutzten Einbrecher Airport-Shuttle-Service-Daten?

Während die Bewohner im Urlaub waren, raubten zwei Täter ihre Häuser aus. Ob sie die Zeiträume, in denen die Häuser unbewohnt waren, von einem Airport-Shuttle-Service erhalten haben, blieb ungewiss. Die beiden Männer wurden zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt. 

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Quelle: Archiv/Symbolbild

Hannover. Zwei Wohnungseinbrecher sind am Dienstag am Amtsgericht zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt worden. Im Raum hatte gestanden, dass sie sich vom Airport-Shuttle-Service Daten Adressen von Urlaubern besorgt haben, um deren Häuser ungestört auszuräumen. Dies spielte beim Urteil allerdings keine Rolle: Ein Schöffengericht unter Vorsitz von Ulrich Kleinert sprach Timur K. (33) und Burak Ö. (27) des bandenmäßigen Wohnungseinbruchsdiebstahls in vier Fällen schuldig, bei zwei Fällen blieb es beim Versuch. K. wurde zu drei Jahren Haft verurteilt, sein Kumpan zu dreieinhalb Jahren - Ö.s Vorstrafenliste ist noch länger als die von K.

Das Gericht sah es als erwiesen an, dass die beiden Männer im September 2016 ein Einfamilienhaus in Diekholzen (Landkreis Hildesheim) ausraubten. Zur Beute im Wert von knapp 37.000 Euro zählten ein Auto sowie Schmuck und Bargeld. Kurz darauf drangen die Einbrecher in ein Einfamilienhaus in Burgdorf ein; hier nahmen sie einen Einser-BMW im Zeitwert von 20.000 Euro, ein Fernseh- und ein Navigationsgerät, Schmuck sowie Bargeld mit.

Festnahme in der List

Der Einbruch in ein Reihenhaus in Empelde im September 2016 scheiterte. Noch in der gleichen Nacht wurden Timur K. und Burak Ö. in der List gestellt, weil sie versucht hatten, über einen Balkon in eine Wohnung am De-­Haën-Platz einzusteigen. Ein Schlüssel in K.s Tasche führte die Ermittler zu einem auf der Podbielskistraße geparkten Mercedes. In diesem lagen Zettel mit Hinweisen zu den vier Einbruchsorten. Die Kilometerangaben passten jeweils zu den Entfernungen ab K.s Wohnung - und eine Notiz wies auf einen Airport-Shuttle-Service aus Langenhagen hin.

Doch das Gericht konnte ebenso wenig wie die Polizei klären, wer den Einbrechern die Informationen zu den Abwesenheitszeiten der Urlauber gesteckt hatte. Der Geschäftsführer des Fahrdienstes, der am Dienstag auf dem Zeugenstuhl saß, hatte immer bestritten, etwas mit der Bande zu tun zu haben. Dass er mit einem Bruder von K. Fußball spielte, brachte die Ermittler auch nicht weiter - als Hinweis auf eine Mittäterschaft reicht diese Bekanntschaft natürlich nicht aus.

Mit Passwort war alles möglich

Der Shuttle-Chef sagte aus, nur die sechs Disponenten seiner Firma, die Buchhaltung und er selbst hätten Zugang zu den Dispositionslisten gehabt. Seien Außenstehende 2016 aber im Besitz eines entsprechenden Passworts gewesen, hätten sie auf die Kundendaten zugreifen können. Inzwischen habe die Firma zusätzliche Sicherungen eingebaut. Wie der Geschäftsführer erklärte, habe er einen entlassenen Mitarbeiter verdächtigt, den Einbrechern geholfen zu haben. Doch die Staatsanwaltschaft hatte die Ermittlungen gegen diesen Mann mangels Tatverdacht eingestellt.

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