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Obdachlose ziehen in Lindener Gebäude

Kirche verkauft Jugendhaus Obdachlose ziehen in Lindener Gebäude

Im bisherigen Haus der evanglischen Jugend in Linden werden künftig 22 ehemals Obdachlose untergebracht. Die Firma Gundlach, die das Gebäude dem Stadtkirchenverband abkauft, plant dort außerdem 10 Studentenwohnungen. Das haben der Stadtkirchenverband und Gundlach am Freitag mitgeteilt.

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In das bisherige Haus der evangelischen Jugend sollen bald 22 Obdachlose einziehen.

Quelle: Jan-Philipp Eberstein

Hannover. Gundlach wird dort insgesamt sechs Millionen Euro investieren, berichtete Geschäftsführer Lorenz Hansen. Die 22 Obdachlosenwohnungen sollen jeweils rund 45 Quadratmeter groß werden. Durch die gleichzeitige Unterbrinung von Studenten in dem Gebäude solle "ein Ort des Miteinanders" geschaffen werden.

Gundlach plant einen gründlichen Umbau. Die kaufmännische Leiterin des Unternehmens, Nadine Otto, rechnet mit einem Bezug der Wohnungen zu Beginn des Jahres 2018. Die soziale Wohnraumhilfe Hannover, ein Tochterunternehmen unter anderem von Diakonie und Gundlach, kümmert sich um die Vermittlung der Obdachlosen und um deren soziale Betreuuung. 

Die Behindertengruppe, die sich von jeden Tag in dem Gebäude trifft, kann dort vorerst bleiben, sagte Stadtsuperintendent Hans-Martin Heinemann. Bis zum Sommer 2017 dürfe die Gruppe die Räume im Keller mietfrei nutzen, für den darauffolgenden Zeitraum müssten Gespräche geführt werden.

Der Stadtjugenddienst wird mit seinen Büros in der Nordstadt untergebracht. Dort befindet sich in der Lutherkirche auch die Jugendkirche des Stadtkirchenverbands.

Was aus dem Saal im Haus der evangelischen Jugend wird, ist derzeit noch ungeklärt. Den Raum mieten Gruppen wie zum Beispiel ein Orchester, eine Tanzgruppe oder die Weight Watchers für Gruppen- und Übbungsabende. Gundlach hat für den Raum keine Verwendung und will ihn wegen des Personalaufwands auch nicht weiter betreiben. Hansen sagte aber, falls sich ein Betreiber finde, könne der Saal auch künftig wie bisher genutzt werden.

Von Mathias Klein

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