Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Aus der Stadt Obdachlosenunterkünfte kosten zwei Millionen
Hannover Aus der Stadt Obdachlosenunterkünfte kosten zwei Millionen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
21:54 20.02.2012
Von Veronika Thomas
Ein Obdachloser übernachtet am Kröpcke. Quelle: dpa
Anzeige
Hannover

Die Kosten lägen noch um gut 714.000 Euro höher, wenn die Betroffenen keinen Eigenanteil zahlen würden. Im kommenden Jahr werden – inklusive einer möglichen Tariferhöhung für städtische Beschäftigte – rund 2,169 Millionen Euro nötig sein, um Wohnungslose im Stadtgebiet unterzubringen. Im Sozialausschuss stimmten die Mitglieder am Montag einstimmig der entsprechenden Satzung zur Gebührenerhebung für die Benutzung von Obdachlosenunterkünften zu.

Stadtweit stehen 298 Plätze in fünf Wohnheimen zur Verfügung, wo obdachlose Männer und Frauen getrennt untergebracht werden. Nur in einer Unterkunft am Burgweg gibt es mehrere Plätze für obdachlose Paare. Zudem sind 142 Wohnungen für Familien in unterschiedlicher Größe verfügbar. Je nach Gebäudeart zahlen Wohnungslose zwischen 3,55 und 5,30 Euro pro Bett und Nacht in einer Gemeinschaftsunterkunft. Für eine Wohnung mit Bad (ohne Heizung) muss ein Quadratmeterpreis von 3,60 Euro monatlich gezahlt werden, samt Heizung summiert sich der Quadratmeterpreis auf eine Spanne zwischen 4,95 und 5,70 Euro.

Die Auslastung der Unterkünfte liegt bei durchschnittlich 75 Prozent, weil die Räume nach dem Auszug der Bewohner renoviert werden müssen und während dieser Zeit nicht vermietet werden können. Außerdem muss die Stadt einige Unterkünfte für Notfälle bereithalten, vor allem während der kalten Jahreszeit. Mit rund 1,93 Millionen Euro schlagen allein in diesem Jahr die Personal- und Betreuungskosten für 28 Mitarbeiter zu Buche – in der Verwaltung wie in den Unterkünften, wo die Betroffenen betreut werden.

Auf eine Anhebung der Nutzungsgebühren für die Unterkünfte will die Stadt zunächst verzichten, weil dies die „Ärmsten der Armen“ betreffen würde, wie ein Mitarbeiter der Verwaltung im Ausschuss ausführte. Mit einem Anstieg der Wohnungslosenzahlen rechnet die Stadt in den nächsten Jahren nicht, allerdings auch nicht mit einem Rückgang.   

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Die HAZ freut sich am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Nach der Messerattacke auf einen 25-Jährigen am Sonntagmorgen im Steintor haben die Wirte der Partymeile die Arbeit der Polizei scharf kritisiert. Die Beamten würden, so heißt es in einer Stellungnahme, zu wenig präventiv arbeiten, um Konflikte bereits im Keim zu ersticken.

Tobias Morchner 20.02.2012

Eigentlich eine Posse: Die Industrie- und Handelskammer soll für den Ausbau der Königstraße zahlen - obwohl sie am Schiffgraben liegt. Sie hat dagegen geklagt.

Conrad von Meding 20.02.2012
Aus der Stadt Keine Option für die Zukunft - Abpfiff im Eilenriedestadion

Nicht mehr zeitgemäß, zu wenig Platz: 96-Klubchef Martin Kind möchte das traditionsreiche Eilenriedestadion als Nachwuchszentrum für talentierte Fußballer aufgeben. Ein Stadionbesuch.

20.02.2012
Anzeige