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Schostok: "Investor muss endlich handeln"

Ihme-Zentrum Schostok: "Investor muss endlich handeln"

"Worte haben wir genug gehört, jetzt muss endlich gehandelt werden." Oberbürgermeister Stefan Schostok (SPD) hat am Sonnabendabend bei einer Diskussion des Bundes Deutscher Architekten (BDA) im Ihme-Zentrum vom Investor gefordert, dass er bis Ende 2016 unterschriftsreife Bauanträge vorlegen soll.

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Der Investor muss endlich handeln: Podiumsdiskussion zur Zukunft des Ihme-Zentrums mit (v. l.) Architekt Harald Kiefer, Oberbürgermeister Stefan Schostok, Verwalter Torsten Jaskulski, Journalist und Filmemacher Costa Alexander, Bewohner Axel Brunngraber und Moderator Jan Sedelis von der HAZ.

Quelle: Philipp Von Ditfurth

Hannover.. Die Sanierung müsse endlich beginnen, dann sei die Stadt auch bereit, weiterhin Hauptmieter in dem Gebäude zu bleiben. Ende 2017 läuft der Mietvertrag aus. "Wir brauchen Sicherheit", sagt Schostok, "dann sind wir auch bereit, uns weiter zu engagieren."  Auch die Stadtwerke, die einen Büroturm gemietet haben, drohen mit Auszug, sollte die Sanierung nicht in Gang kommen.

Im Februar 2015 hatte das Projekt Steglitzer Kreisel Berlin Grundstücks-GmbH für 16,5 Millionen Euro den Betonklotz gekauft, dahinter soll der israelische Investor Amir Dayan stecken. Seitdem die Stadt ihr Ultimatum gesetzt habe, habe bei Dayan ein Umdenken eingesetzt, sagte Schostok. "Das passiert etwas." Ein hannoverscher Architekt sei beauftragt worden, ein Makler aus Berlin versuche, die Gewerbeflächen zu vermieten, sagte Verwalter Torsten Jaskulski. "Aber das ist uns zu wenig", betonte der Oberbürgermeister. "Eigentum verpflichtet, der Investor muss jetzt endlich in Vorleistung gehen."

Axel Brunngruber, der seit nahezu 40 Jahren in dem Gebäude wohnt, forderte von der Stadt, einen Teil des Ihme-Zentrums selbst zu kaufen. Überhaupt müsste das gesamte Komplex zerteilt und auf mehere Investoren verteilt werden. Derzeit gehören privaten Wohnungseigentümern 15 Prozent, über den Rest verfügt Dayans Immobilien-Geflecht. Axel und Gabriela Ebeling haben vor zwei Jahren eine Wohnung im Ihme-Zentrum gekauft. "Wir wohnen gerne hier", sagt Gabriela Ebeling. "Auch wenn man manchmal das Gefühl hat, dass man sich entschuldigen muss, weil man hier wohnt." Es wäre schön, wenn es mit der Sanierung endlich losginge und auch andere Menschen in Hannover das Potential des Ihme-Zentrums erkennen würden anstatt in ihm nur einen hässlichen Betonklotz zu sehen.

Schostok betonte, dass die Stadt alle Optionen geprüft habe, dazu habe auch der Abriss gehört, das wolle er aber natürlich nicht umsetzen. "Ich wünsche dem Ihme-Zentrum eine gute Zukunft."

Ideen, wie die aussehen könnte, gibt es viele: Nachhaltigkeitsberater und Filmemacher Constantin Alexander wünscht sich, dass viel Kultur einzieht, erste Stadtgärten seien schon gepflanzt worden, die Verbindung zum Stadtteil Linden müsste enger werden. Hararld Kiefer, Landesvorsitzender des BDA, sagte, vermutlich müsste die Gewerbefläche deutlich verkleinert werden, das Haus "auf seine Füße gestellt" und weitere Wohnungen eingezogen werden, entland der Blumenauer Straße könnte es eine Ladenzeile geben, ein großes Einkaufszentrum hält er eher für unwahrscheinlich.

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