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Aus der Stadt "Wir lassen uns nicht unter Druck setzen"
Hannover Aus der Stadt "Wir lassen uns nicht unter Druck setzen"
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00:15 15.08.2016
Von Juliane Kaune
Oberbürgermeister Stefan Schostok (links) spricht über Investor Amir Dayan (zweiter von rechts) Quelle: Alexander Körner
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Herr Schostok, der jüngste Auftritt des Investors des Ihme-Zentrums im Rat hat wenig Hoffnungen geweckt. Auch nach anderthalb Jahren konnte der israelische Geschäftsmann Amir Dayan keine konkreten Pläne präsentieren. Trauen Sie diesem Investor überhaupt noch zu, den Komplex wiederzubeleben?
Wir sind durchaus skeptisch. Was Herr Dayan vorgelegt hat, ist definitiv zu wenig. Er hat noch keinen einzigen Gewerbemieter präsentiert. Auch fehlen nach wie vor ein Projektentwickler und ein belastbares Gesamtkonzept für die Revitalisierung. Immerhin hat er nun einen ersten Schritt gemacht und das renommierte hannoversche Architektenbüro Schulze & Partner mit der Fassadensanierung beauftragt. Damit hat er sich viel zu lange Zeit gelassen – und der Zeitdruck wird nicht geringer.

Die Stadt hat Dayan ein Ultimatum gestellt: Wenn er bis Ende dieses Jahres kein überzeugendes Konzept vorlegt, bereitet die Verwaltung den Auszug der städtischen Mitarbeiter aus dem Ihme-Zentrum vor. Bleibt es dabei?
Auf jeden Fall. Der zentrale Mietvertrag für unsere Büros läuft Ende 2017 aus. Wir brauchen Planungssicherheit für mehr als 700 städtische Beschäftigte. Ohne bauantragsreife Unterlagen des Investors für eine Sanierung der städtischen Büros und des dazugehörigen Umfeldes können wir uns nicht verpflichten, langfristig im Ihme-Zentrum zu bleiben. Dies haben wir auch in den Entwürfen für einen möglichen Mietvertrag so festgeschrieben.

Dayan lässt sich davon offenbar nicht beeindrucken. Er hat nun seinerseits ein Ultimatum an die Stadt gestellt: Wenn sie ihre Mietverträge nicht verlängert, will er sein Engagement im Ihme-Zentrum nicht fortsetzen. Wie soll dieser Knoten zerschlagen werden?
Ich betrachte die Aussagen von Herrn Dayan nicht als Ultimatum. Wir lassen uns nicht unter Druck setzen. Zu Beginn der Verhandlungen hat er sogar gesagt, er könne das Projekt auch ohne die Stadt als Mieter stemmen.
Nun will der Investor die Gewerbeflächen plötzlich auf 15 000 Quadratmeter verkleinern – und die verbleibenden 40 000 Quadratmeter mit Einrichtungen aus dem Bereich Bildung oder Stadtteilkultur füllen. Realistisch klingt das nicht.
Wir haben ihm von Anfang an gesagt, dass es nicht möglich sein wird, alle Brachflächen mit Einzelhandel zu belegen. Da er dies nun eingesehen hat, haben wir ihm flankierende Unterstützung bei der Suche nach potenziellen Mietern zugesagt. Für die Stadt kämen diese Flächen eher nicht infrage.

All das klingt nicht so, als ob dieser Investor die Wende im Ihme-Zentrum noch schaffen könnte.
Das muss sich bald zeigen. Wenn es dieser Investor nicht schafft, dann muss es eben der nächste sein.     

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