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Schostok sagt Anwohnern Unterstützung zu

Ihme-Zentrum Schostok sagt Anwohnern Unterstützung zu

Er hatte einen schweren Stand: Vor 200 Wohnungsbesitzern des Ihme-Zentrums versuchte der OB zu erklären, warum die Stadt den Komplex verlassen und doch bleiben will.

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Das Ihme-Zentrum ist Hannovers größte Problemimmobilie.

Quelle: Archiv

Hannover. Es war kein einfacher Auftritt für den Oberbürgermeister. Vor rund 200 Wohnungsbesitzern des Ihme-Zentrums musste Stefan Schostok am Dienstag erklären, warum die Stadt den Auszug ihrer Mitarbeiter aus der Großimmobilie prüft. Weil er den Eigentümern aber in Wahlkampfzeiten auch etwas versprechen muss, versicherte der OB erneut, dass die Stadt Mieterin in dem Komplex bleiben würde - wenn der Investor bald mit der Sanierung beginnt. Doch der hüllt sich weiter in Schweigen: Zu der Einwohnerversammlung im ehemaligen Gasspeicher der Stadtwerke war trotz Einladung kein Vertreter der Berliner Intown-Gruppe erschienen.

"Wir werden weiter um diesen Investor kämpfen", sagte Schostok nach der Veranstaltung, die nicht öffentlich war. Gleichwohl bekräftigte er, dass die Stadt mit ihrer Auszugsdrohung "Druck" auf den Investor ausüben wolle, der noch immer "sehr schwerfällig" agiere. Ob dies die richtige Strategie ist, zweifeln manche Wohnungsbesitzer indes an. "Man kann nicht immer nur auf den weißen Ritter setzen, der das Ihme-Zentrum rettet - die Stadt muss sich ihrerseits stärker bekennen", forderte Axel Brunngraber, der seit fast 40 Jahren in dem Komplex wohnt, nach der Versammlung. Andere Eigentümer hätten vom OB am Dienstag sogar ein "Ehrenwort" verlangt, dass diese "auf ewig" im Ihme-Zentrum bleibt, berichtete Brunngraber. Das aber wollte Schostok nicht geben.

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Bis Ende dieses Jahres hat die Stadtspitze dem Investor Zeit gegeben, im Ihme-Zentrum etwas zu bewegen. Andernfalls will sie nach alternativen Standorten für ihre Büros suchen. In diesem Zusammenhang hatte die Stadt auch ein Szenario gezeichnet, das den Verfall und am Ende sogar den Abriss des Komplexes skizziert - und sich damit die Wut der Wohnungseigentümer eingehandelt. Später ruderte Schostok zurück und beteuerte, der Abriss sei nicht Ziel der städtischen Strategie. Offenbar haben sich die Wogen inzwischen geglättet: Die gestrige Veranstaltung blieb nach übereinstimmender Aussage mehrerer Teilnehmer friedlich.

Gleichwohl hätten Bewohner ihre Ängste formuliert, dass sie nach einem möglichen Absprung des Investors auf hohen Hausgeldkosten sitzen bleiben könnten. Er habe bekräftigt, dass die Stadt als Eigentümerin einer Kita im Ihme-Zentrum auch die wirtschaftliche Verantwortung und mögliche Kosten mittrage, sagte Schostok. Den Vorschlag aus Reihen des Architektenbundes, das Ihme-Zentrum zum Sanierungsgebiet zu erklären und damit auch Rechte von Eigentümern einzuschränken, hält der OB für "sehr schwierig".

Der Verwalter des Ihme-Zentrums hatte Schostok und die Wohnungsbesitzer zusammengebracht. Das nächste Mal soll diese Vermittlung nicht mehr nötig sein: "Ich habe den Eigentümern angeboten, dass die Stadt sie einlädt, wenn es etwas Neues zu berichten gibt", sagte Schostok. Und das soll wohl auch nicht mehr hinter verschlossenen Türen passieren.

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