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Niki de Saint Phalle Museum für Herrenhausen

Kultur Niki de Saint Phalle Museum für Herrenhausen

Die Ausstellung im Schlossmuseum Herrenhausen soll komplett umgekrempelt werden, so wünscht es sich Oberbürgermeister Stefan Schostok (SPD). Statt der Gartenhistorie soll sich das Museum der Künstlerin Niki de Saint Phalle widmen. Träger des Museums wäre dann das Sprengel Museum.

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Die historische Ausstellung im Schlossmuseum Herrenhausen soll Platz machen für ein Niki de Saint Phalle Museum.

Quelle: Insa Cathérine Hagemann

Hannover. "Dafür spricht, dass sich die Künstlerin mit der Grotte in den Herrenhäuser Gärten verewigt hat, ein solches Museum also einen örtlichen Bezug hätte", sagt Schostok am Donnerstag im Oberbürgermeister-Ausschuss.Die Grotte sei bereits ein Besuchermagnet in den Herrenhäuser Gärten. Museen, die sich einem berühmten Künstler widmeten, seien auch in anderen Städten  erfolgreich.

Das Schlossmuseum in den beiden Seitenflügeln des neu gebauten Schlosses Herrenhausen eröffnete 2013. Es beherbergt zum einen Exponate aus der Welfenzeit, Kuriositäten des Barock, die in einem unterirdischen Verbindungsgang gezeigt werden, sowie Exponate zur Geschichte der Herrenhäuser Gärten. Träger der Einrichtung ist das Historische Museum. Erlebte das Schlossmuseum anfangs einen Besucherandrang, nahmen die Gästezahlen später deutlich ab. Finanziell bedeutete das aber keinen Einbruch. Mit der Eintrittskarte von regulär acht Euro für die Gärten erwerben Besucher auch den Zutritt fürs Schlossmuseum, ob sie wollen oder nicht. Man betrete das "Gesamtensemble Herrenhausen", heiß es damals zur Begründung.

Die Trägerschaft für das Museum würde sich ändern, falls sich der OB mit seiner Idee durchsetzt. Das Sprengel Museum würde den Betrieb übernehmen. Mit dem Land Niedersachsen, neben der Stadt Hannover Träger des Sprengel Museums, habe man bereits gesprochen. "Wenn wir den Gedanken weiter verfolgen, müssten wir ein Ausstellungskonzept entwickeln, bauliche Veränderungen an den Räumen erwägen, die Kosten für Herrichtung und Betrieb ermitteln und die Finanzierung klären", sagt Schostok.

Entwickelt wurde der Vorschlag in einer Arbeitsgruppe der Stadtverwaltung. Dort kamen noch andere Ideen auf den Tisch, die die Stadt aber verworfen hatte, etwa ein Gartenmuseum und ein House of Music in Anspielung auf die Unesco-Auszeichnung City of Music.

Die weltbekannte Künstlerin Niki de Saint Phalle ist Ehrenbürgerin Hannovers. Von ihr stammen die üppigen Nana-Figuren am Leibnizufer, die 1974 aufgestellt wurden. Werke der Künstlerin zeigt auch das Sprengel Museum.

Im OB-Ausschuss fallen die ersten Reaktionen positiv aus. "Es ist nicht attraktiv, was im Schlossmuseum derzeit gezeigt wird", sagt Grünen-Kulturpolitiker Daniel Gardemin. Auch die CDU ist angetan, will aber wissen, warum ein Wandel nötig sei. "Das aktuelle Konzept ist in die Jahre gekommen und angestaubt", sagt Schostok. Es gelte, mehr Menschen ins Museum zu locken. Die Ratspolitik will sich weiter mit dem Vorschlag beschäftigen.

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