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Umbenennung der Lettow-Vorbeck-Allee ist rechtens

Nach Revisionsantrag Umbenennung der Lettow-Vorbeck-Allee ist rechtens

Um die Umbenennung der Lettow-Vorbeck-Allee in Namibia-Allee, die im vergangenen November vollzogen wurde, hatte es jahrelang Streit zwischen Badenstedter Anwohnern, Politikern und Stadtverwaltung gegeben.

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Die Umbenennung der Lettow-Vorbeck-Allee in Namibia-Allee ist rechtens, das hat das Oberlandesgericht Celle entschieden.

Quelle: Moritz Küstner (Archiv)

Celle. Auch zwei Verwaltungsgerichte erachteten die Umbenennung für rechtens. Jetzt hat das Oberlandesgericht (OLG) Celle den Schlussstrich unter ein Strafverfahren gezogen, das eine angebliche Verunglimpfung von Generalmajor Paul Emil von Lettow-Vorbeck zum Thema hatte. Das OLG verwarf den Revisionsantrag gegen ein Urteil des hannoverschen Amtsgerichts aus dem Dezember 2013 als unbegründet; demnach darf man den Offizier aus der Kolonialzeit weiterhin als aktiven Unterstützer eines Unrechtsregimes betrachten.

Der frühere Namensgeber der Straße, der von 1870 bis 1964 lebte, war vom Historiker Helmut Bley als Kriegsverbrecher bezeichnet worden. In einem Gutachten hatte der Professor das Bild eines Mannes gezeichnet, der den Soldaten bei seinen Afrika-Kriegszügen rücksichtsloses Vorgehen befahl, der Menschen aufhängen und Dörfer verbrennen ließ. Bäuerlichen Widerstand habe er brutal niederschlagen lassen, Menschengruppen in die Wüste getrieben und Brunnen vergiftet, so Bley.

Diese Einschätzung aber mochten die Tochter von Lettow-Vorbeck, die Gräfin Heloise zu Rantzau, sowie deren Sohn nicht hinnehmen. Sie meinten, der Sachverständige habe den Offizier verunglimpft. Amtsrichterin Catharina Schwind sah dies anders und sprach Bley frei: Es gebe keine Zweifel an der Qualität seiner wissenschaftlichen Arbeit. Das Celler Gericht hat dieses Urteil nun bestätigt.

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