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Aus der Stadt Obstbauern beklagen Ernteausfälle in der Region
Hannover Aus der Stadt Obstbauern beklagen Ernteausfälle in der Region
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00:16 20.07.2017
Retten lässt sich jetzt nicht mehr viel: Bei Obstbauer Dirk Zabel in Wennigsen sieht es schlecht aus mit der Apfelernte.  Quelle: Alexander Körner
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Hannover

Wenn Dirk Zabel in diesem Sommer durch seine Obstplantagen bei Wennigsen streift, bietet sich ihm ein trauriges Bild. Die Kirschbäume sind fast leer, die Erdbeerpflanzen zerstört, und auch an den Apfelbäumen zählt er viel weniger Früchte als sonst. „Der Frost in der Nacht vom 20. auf den 21. April hat alles zerstört“, sagt der Obstbauer, der wie viele Landwirte in der Region mit starken Einbußen zu kämpfen hat.

„So schlimm wie zuletzt 1991“

Nach einem milden Jahresbeginn standen viele Obstbäume und -sträucher schon Anfang April in voller Blüte - und die plötzlichen Minusgrade setzten den empfindlichen Pflanzen übel zu. „Zuletzt hatten wir so etwas im Jahr 1991“, sagt der 37-jährige Zabel, dessen Hof seit knapp 60 Jahren von seiner Familie bewirtschaftet wird. Auch damals wurde die Ernte in großen Teilen von Frost zerstört. Die Ausfälle treffen den Wennigser hart - retten kann er jetzt allerdings nicht mehr viel. Er könne einfach nur hoffen, dass es im kommenden Jahr besser werde, sagt er. Man diskutiere in der Branche bereits über eine Mehrgefahrenversicherung, denn gegen plötzlichen Frost seien die Obstbauern nicht abgesichert.

Auch in der Obstplantage Hahne in Gleidingen tragen die Bäume nur wenige Früchte - bereits im zweiten Jahr in Folge. „2016 war es genauso schlimm“, sagt Carola Hahne. Besonders dramatisch sähen die Einbußen bei den Zwetschgen aus. „Da haben wir nur etwa 15 Prozent einer normalen Ernte“, so Hahne. Bei den Äpfeln zählt sie 60 Prozent, bei den Stachelbeeren nur 40 Prozent. Einige Birnenbäume tragen keine einzige Frucht. Sorgen bereiten Hahne vor allem, dass die Käufer wegblieben. „Wenn ich Kunden habe, denen ich keine Zwetschgen liefern kann, gehen die in den Supermarkt und kaufen Früchte aus der Türkei.“

Während die Obstbauern die schlechte Ernte schon beklagen können, geht die Arbeit bei den Getreidebauern jetzt erst los. „Die Wintergerste wird als einzige schon geerntet“, sagt Holger Hennies, der Vorsitzende des Landesbauernverbands für die Region Hannover. Bislang seien die Erträge durchschnittlich, die Landwirte würden bis zu acht Tonnen Getreide pro Hektar einfahren - ein zufriedenstellender Wert, so Hennies.

Das große Unwetter, das Ende Juli über Hannover und das Umland hinwegfegte, Bäume umstürzen und Keller volllaufen ließ, hat auf den Feldern keinen großen Schaden angerichtet. „Es ist nur wenig Getreide zum Liegen gekommen, wie wir sagen“, erklärt Hennies. Die Ernte dauerte wegen der Regentage lediglich etwas länger. Überhaupt sind die Landwirte, was das Wetter betrifft, positiv gestimmt. Auch wenn vielerorts über die Regenmengen im Juli gestöhnt wird, ist das für sie noch lange kein Grund zur Sorge. Zwar kämpften einige Regionen mit anhaltender Trockenheit, andere bekämen zu viel Niederschlag ab. Dramatisch sei die Lage aber noch lange nicht, sagt Hennies.

Ist die Wintergerste abgeerntet, rücken die Mähdrescher Raps, Sommergerste, Weizen und Roggen zu Leibe. Um die Körner zügig einholen zu können, hofften die Getreidebauern auf beständigeres Wetter, sagt Hennies: „Wenn es ab dem kommenden Wochenende für ein oder zwei Wochen trocken wird, wäre das perfekt.“

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