Volltextsuche über das Angebot:

3 ° / -6 ° heiter

Navigation:
SPD will allen Jugendlichen Gratistickets spendieren

Öffentlicher Nahverkehr SPD will allen Jugendlichen Gratistickets spendieren

Hannovers SPD-Spitze unterstützt eine Forderung der Jusos, allen Schülern und Auszubildenden kostenlose Nahverkehrstickets zu spendieren. Wie die Sache finanziert werden soll, ließ sie offen. Derweil zeichnen sich im Nahverkehr erneut steigende Ticketpreise ab.

Voriger Artikel
Das war der Morgen am 20. April in Hannover
Nächster Artikel
Als Steven Cherundolo auf Barack Obama traf

Gratis-Nahverkehr für Schüler und Auszubildende: Die SPD unterstützt den Vorschlag von Hannovers Jungsozialisten.

Quelle: Decker

Hannover. Die Grünen wollen einen kostenlosen Nahverkehr für alle, die SPD will erreichen, dass Schüler und Auszubildende in der Region bald ohne zu bezahlen in der Region unterwegs sind. Im Unterbezirksbeirat der Partei, der Montagabend tagte, deute sich für den Vorschlag eine breite Mehrheit an, berichtete Geschäftsführerin Uta Biermann. „Das ist eine interessante und gute Idee“, sagte sie zum Vorschlag, den zuerst Hannovers Jungsozialisten auf den Tisch gebracht hatten. Eine endgültige Entscheidung darüber fällt der Parteitag am 30. April in Lehrte, wenn das Wahlprogramm für die Kommunalwahl besprochen wird.

Auch der Unterbezirksvorsitzende Matthias Miersch und Regionspräsident Hauke Jagau begrüßen den Vorschlag. „Der Grundgedanke ist gut, es stellt sich aber die Frage der Finanzierbarkeit“, sagt Jagau. Die derzeitige Situation sei nicht besonders gerecht. Wenn ein Wunstorfer Schüler ein altsprachliches Gymnasium in Hannover besucht, bekommt er die Fahrkarte. Schüler, die im Heimatort zur Schule gehen, erhalten nur das Ticket für eine Zone. Nach Informationen der HAZ würde die freie Fahrt für Schüler und Auszubildende rund 30 Millionen Euro kosten.

Die SPD hatte aber auf ihrem Landesparteitag in Braunschweig beschlossen, die Finanzierung der Schülerbeförderung umzustellen. Dadurch ergeben sich auch für die Region andere Finanzierungsmöglichkeiten. Der Großraum Verkehr Hannover (GVH) will den Vorschlag zum kostenlosen Nahverkehr für Schüler und Auszubildende nicht kommentieren, solange es sich lediglich um eine politische Diskussion handele und kein konkreter Antrag vorliege. Sprecher Tolga Otkun sagte aber, entstehende Kosten müssten dem GVH erstattet werden.

Fahrpreise steigen wieder

Zum Jahreswechsel will der GVH wieder einmal die Fahrpreise für Busse und Bahnen anheben. Die durchschnittliche Steigerung um 1,8 Prozent wird dieses Mal vor allem mit deutlich höheren Lohnkosten begründet, die ins Haus stünden.

Unverändert im Preis bleiben das beliebte Kurzstreckenticket, Einzel- und Sammelfahrscheine sowie sämtliche Tarifangebote für Kinder. Tagestickets werden dagegen generell 20 Cent teurer, Tagesgruppentickets je nach Zone um 20 oder 30 Cent. Käufer von Monatsfahrscheinen müssen je nach Kategorie zwischen 70 Cent und 1,50 Euro mehr zahlen, das betrifft auch Schulcards. Der Tarif für die Semestercard für Studenten steigt um 90 Cent. Keine Preisanhebungen sind für Seniorenkarten geplant.

Von den neuen Tarifen erwartet der GVH knapp 6,5 Millionen Euro Mehreinnahmen. „Die Gesamtmaßnahme trägt dazu bei, Kunden zur erstmaligen oder häufigeren Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel zu motivieren“, schreibt der Verkehrsverbund. Nachfragerückgänge würden nicht erwartet.

Von Mathias Klein und Bernd Haase

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Kostenlose Busse und Bahnen
Wenn es nach den Grünen geht, bald unnötig – die Fahrkartenautomaten der Üstra.

Mit deutlichen Worten spricht sich der Bund der Steuerzahler gegen die von den Grünen vorgeschlagene kostenlose Nutzung von Bussen und Bahnen aus. Er prangert vor allem die problematische Finanzierung an. Der öffentliche Nahverkehr käme dabei außerdem schnell an seine Kapazitätsgrenzen.

mehr
Mehr Aus der Stadt
Es war einmal in Hannover. Aber wo?

Auf in eine neue Runde: Sie kennen sich in Hannover aus? Zeigen Sie es! Schauen Sie sich die historischen Stadtansichten an, und erraten Sie, wo die Aufnahmen gemacht wurden. Direkt hinter dem historischen Foto sehen Sie die Auflösung – in Form eines aktuellen Vergleichsbildes.

Briefwechsel zwischen Hannovers Grundschulen und der Queen

Queen Elizabeth ist eine treue Seele. Seit Jahren schon schreibt die britische Monarchin brav Antwortkarten an hannoversche Schulklassen, die ihr zum Geburtstag gratulieren. Oder: Lässt schreiben. Aber immerhin.