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Aus der Stadt SPD will allen Jugendlichen Gratistickets spendieren
Hannover Aus der Stadt SPD will allen Jugendlichen Gratistickets spendieren
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00:15 23.04.2016
Gratis-Nahverkehr für Schüler und Auszubildende: Die SPD unterstützt den Vorschlag von Hannovers Jungsozialisten. Quelle: Decker
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Hannover

Die Grünen wollen einen kostenlosen Nahverkehr für alle, die SPD will erreichen, dass Schüler und Auszubildende in der Region bald ohne zu bezahlen in der Region unterwegs sind. Im Unterbezirksbeirat der Partei, der Montagabend tagte, deute sich für den Vorschlag eine breite Mehrheit an, berichtete Geschäftsführerin Uta Biermann. „Das ist eine interessante und gute Idee“, sagte sie zum Vorschlag, den zuerst Hannovers Jungsozialisten auf den Tisch gebracht hatten. Eine endgültige Entscheidung darüber fällt der Parteitag am 30. April in Lehrte, wenn das Wahlprogramm für die Kommunalwahl besprochen wird.

Auch der Unterbezirksvorsitzende Matthias Miersch und Regionspräsident Hauke Jagau begrüßen den Vorschlag. „Der Grundgedanke ist gut, es stellt sich aber die Frage der Finanzierbarkeit“, sagt Jagau. Die derzeitige Situation sei nicht besonders gerecht. Wenn ein Wunstorfer Schüler ein altsprachliches Gymnasium in Hannover besucht, bekommt er die Fahrkarte. Schüler, die im Heimatort zur Schule gehen, erhalten nur das Ticket für eine Zone. Nach Informationen der HAZ würde die freie Fahrt für Schüler und Auszubildende rund 30 Millionen Euro kosten.

Die SPD hatte aber auf ihrem Landesparteitag in Braunschweig beschlossen, die Finanzierung der Schülerbeförderung umzustellen. Dadurch ergeben sich auch für die Region andere Finanzierungsmöglichkeiten. Der Großraum Verkehr Hannover (GVH) will den Vorschlag zum kostenlosen Nahverkehr für Schüler und Auszubildende nicht kommentieren, solange es sich lediglich um eine politische Diskussion handele und kein konkreter Antrag vorliege. Sprecher Tolga Otkun sagte aber, entstehende Kosten müssten dem GVH erstattet werden.

Fahrpreise steigen wieder

Zum Jahreswechsel will der GVH wieder einmal die Fahrpreise für Busse und Bahnen anheben. Die durchschnittliche Steigerung um 1,8 Prozent wird dieses Mal vor allem mit deutlich höheren Lohnkosten begründet, die ins Haus stünden.

Unverändert im Preis bleiben das beliebte Kurzstreckenticket, Einzel- und Sammelfahrscheine sowie sämtliche Tarifangebote für Kinder. Tagestickets werden dagegen generell 20 Cent teurer, Tagesgruppentickets je nach Zone um 20 oder 30 Cent. Käufer von Monatsfahrscheinen müssen je nach Kategorie zwischen 70 Cent und 1,50 Euro mehr zahlen, das betrifft auch Schulcards. Der Tarif für die Semestercard für Studenten steigt um 90 Cent. Keine Preisanhebungen sind für Seniorenkarten geplant.

Von den neuen Tarifen erwartet der GVH knapp 6,5 Millionen Euro Mehreinnahmen. „Die Gesamtmaßnahme trägt dazu bei, Kunden zur erstmaligen oder häufigeren Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel zu motivieren“, schreibt der Verkehrsverbund. Nachfragerückgänge würden nicht erwartet.

Von Mathias Klein und Bernd Haase

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