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Oktoberfest kann stattfinden

Streit beendet Oktoberfest kann stattfinden

Der monatelange Streit um die Ausrichtung des Oktoberfests ist beendet – zumindest vorerst. Der Rummel kann wie angekündigt vom 23. September bis zum 9. Oktober auf dem Schützenplatz stattfinden. Veranstaltet wird das Fest vom Schaustellerverband AGV.

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Der Rummel kann doch stattfinden: Der Streit um die Ausrichtung des Oktoberfestes ist vorerst beigelegt.

Quelle: Eberstein (Archiv)

Hannover. Dem Verband bleiben jetzt allerdings nur noch wenige Tage zur Vorbereitung. „Wir werden das schaffen. Das Fest fällt auch nicht kleiner aus als gewohnt“, sagt AGV-Anwalt Hans-Joachim Hasemann-Trutzel.

Leer geht der Konkurrent um die Festorganisation aus, die Springer Firma FTE. „Wir überlegen, die Stadtverwaltung in Regress zu nehmen“, sagt FTE-Inhaber Lothar Ahrend. Schließlich habe man allein 40.000 Euro in Werbung für das Fest gesteckt. Zudem rechnet Ahrend mit einer Klagewelle von Schaustellern. 120 Verträge mit Schaustellern habe FTE bereits unterzeichnet. „Für die wird es jetzt ganz schwierig“, sagt Ahrend.

FTE-Beschwerde abgelehnt

Der Zuschlag für den Schaustellerverband ist erst nach einem erheblichen juristischen Tauziehen zwischen AGV und FTE zustande gekommen. Am Mittwoch lehnte das Oberverwaltungsgericht Lüneburg eine Beschwerde von FTE ab und gab damit grünes Licht für den Schaustellerverband. Zugleich rügte das Gericht die Vergabepraxis der Stadt Hannover. Anfangs hatte die Stadt der Springer Firma FTE den Vorzug gegeben. Die Entscheidung fiel per Los, weil beide mögliche Ausrichter angeblich über dieselben Qualifikationen verfügten.

Das Losverfahren sei gar nicht erforderlich gewesen, sagt das Gericht jetzt. Denn der Schaustellerverband hätte bei der Bewertung eigentlich als klarer Sieger hervorgehen müssen. So habe die Stadt eine Veranstaltung im englischen Gloucester als Referenz für FTE gewertet, obwohl das Fest gar nicht von der Springer Firma organisiert wurde. Die Kritik des Gerichts am Vergabeverfahren teilt auch die AGV. Die Stadtverwaltung habe „deutliche Hinweise“ vom Gericht erhalten, heißt es.

"Das kommt mir suspekt vor"

Offen bleibt, wie es nach dem Oktoberfest weitergeht. Ursprünglich hatte FTE den Auftrag für die Organisation von fünf Festen (Frühlings- und Oktoberfeste) bis einschließlich 2018 bekommen. Nur für das anstehende Oktoberfest ist diese Entscheidung jetzt aufgehoben. Die Springer Firma ist ratlos. „Das kommt mir alles suspekt vor“, sagt Inhaber Ahrend. Er habe den Eindruck, dass die Stadt dem Schaustellerverband wieder in den Sattel helfen wollte. Tatsächlich hatte die AGV die Feste jahrelang ausgerichtet, erst nach gerichtlichem Einspruch der FTE musste die Stadt neu ausschreiben.

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Nach Gerichtsurteil
Noch immer ist der Streit um die Ausrichtung des Oktoberfests nicht beigelegt.

Der Streit darüber, wer das Oktoberfest ausrichten darf, geht weiter: Nach einem Gerichtsurteil hat die Stadt nunden Schaustellerverband Arbeitsgemeinschaft für Volksfeste in Hannover (AGV) beauftragt. Bisher sollte es die Firma FTE aus Springe veranstalten.

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