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Cocktails am laufenden Band

Maschseefest Cocktails am laufenden Band

Am Stand von „Onkel Olli“ wird mit einer selbst gebauten Mischmaschine gearbeitet, die Idee kam dem Barmann, nachdem er auf seiner eigenen Cocktailparty nur hinter der Theke stehen und mixen musste.

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Prost! Sara hat die Mischmaschine am Stand von „Onkel Olli“ einen Long Island Iced Tea mixen lassen.

Quelle: Thomas

Hannover. Den Edelstahlzylinder mit festem Griff ein paar Mal über der Schulter schwenken, schon ist der Cocktail fertig. Doch ganz so einfach ist es nicht mit dem Cocktailmixen. Um Planters Punch, Zombie und all die anderen lustig betitelten Mischgetränke herzustellen, bedarf es vor allem Sorgfalt.

Der Barmixer ist eigentlich ein Buchhalter. Auf den Centiliter genau muss er Fruchtsäfte und Alkoholika abmessen und vermengen, damit der Geschmack exakt getroffen wird. Genau das besorgt am Stand von „Onkel Olli“ auf der „Westsite“ des Maschseefests eine Maschine. Ein Knopfdruck genügt, und in Sekundenschnelle fließen die Zutaten für Long Island Iced Tea und Co. ins Glas. So kann sich Standinhaber und Maschinenerfinder Marc Oliver Schrank allein auf den Showteil, das Schütteln, konzentrieren. „Vier Drinks pro Minute schaffen wir, eine echte Zeitersparnis“, sagt Schrank, der in der Nordstadt einen Kiosk mit mehr als 200 Biersorten im Sortiment betreibt.

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Auf die Idee, eine Cocktailmischmaschine zu konstruieren, ist Schrank vor einigen Jahren nach einer Geburtstagsparty gekommen. „Ich hab’ eine Cocktailparty gegeben, stand aber die ganze Nacht nur hinter der Theke und mischte die Getränke“, erzählt der 33-Jährige. Das müsse beim nächsten Mal anders laufen, dachte er sich und setzte sich mit einem befreundeten Elektrotechniker an einen Tisch.

Sie tüftelten herum und erkannten am Ende, dass sie eine Präzisionspumpe benötigten, die Flüssigkeiten auf den Milliliter genau abfüllt. „Wir stießen dann übers Internet auf ein paar Jungs in Kalifornien, die solche Pumpen für die Medizintechnik bauen“, sagt Schrank. Man ließ sich die Pumpen schicken, entwickelte eine Software, kaufte Schläuche und montierte alles auf einen alten, gusseisernen Ständer, auf dem in Bars Gläser und Flaschen drapiert werden. „Sobald wir verschiedene Säfte und Alkoholika an die Pumpen anschließen, schlägt das Programm einen Cocktail vor“, sagt Schrank.

Wer jetzt denkt, am Stand von „Onkel Olli“ nur Fließbandware zu bekommen, täuscht sich. Süße und Alkoholgehalt des Getränks lassen sich am Rechner regeln. Jeden Tag reinige er Schläuche und Pumpen gründlich, betont Schrank.

Noch versprüht die Maschine den Charme des Selbstgebastelten, doch das soll sich ändern. „Den Prototypen wollen wir noch etwas schicker gestalten“, sagt Schrank. Vielleicht könne die Anlage dann sogar in Serie gehen.

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