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Aus der Stadt Klassik-Open-Air startet mit "La Bohème"
Hannover Aus der Stadt Klassik-Open-Air startet mit "La Bohème"
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10:12 04.04.2016
Von Jutta Rinas
Wunderschöner Sommerabend: Die Generalprobe der Open-Air-Oper im Maschpark ist auch gesanglich ein Ereignis. Quelle: Behrens
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Hannover

Es ist der denkbar größte Unterschied zum Szenario in Puccinis Oper. Lange scheint die Sonne an diesem wunderschönen Sommerabend noch über den Maschpark, spiegelt sich im Wasser des Maschteichs, bescheint die hochgewölbte Konzertkuppel vor dem Rathaus. Warm ist es überall, nur auf der Bühne sollten bei der Generalprobe zum zweiten Klassik-Open-Air des NDR eigentlich Minustemperaturen herrschen. Denn Puccinis Oper „La Bohème“ spielt im tiefsten Winter.

Von den schneebedeckten Pariser Dächern ist zu Beginn des ersten Aktes die Rede. Ein Tribut an das Libretto ist es sicherlich, das an diesem Abend in der auf der Bühne angedeuteten Künstlermansarde neben einer Chaiselongue auch ein Ofen steht. Ansonsten sind es der Klang der Musik, die Ausdruckskraft der Stimmen, die bei diesem Klassikevent inmitten der Stadt zählen. Und die wird von den wunderbaren Temperaturen draußen unterstützt.

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Volles Haus, tolle Musik: Die Generalprobe für die Oper "La Bohème" im Maschpark ist ausverkauft.

Michael Fabiano als Rodolfo und der für den am Donnerstag indisponierten Marius Kwiecien eingesprungene Mathias Hausmann sowie die sehr intensive Carmen Giannattasio als Mimi machen gleich zu Beginn deutlich, dass schon diese Open-Air-Generalprobe auch gesanglich ein Ereignis wird.

Ihre Stimmen wehen an diesem Abend nicht nur wie beim letzten Mal auch zu den vielen Zaungästen im Maschpark hinüber. Diesmal ist auch die Generalprobe schon mit Lautsprechern im Maschpark verstärkt. Und diesmal gibt es sogar eine Videoleinwand, auf der die Zuhörer das Geschehen hautnah mitverfolgen können. Wer dort einen Platz ergattern möchte, sollte allerdings früh da sein. Die 70-jährige Renate Lemke war mit ihrem Frauentrupp, einer Gruppe von opernbegeisterten Freundinnen, schon gegen 17.30 Uhr da, um den optimalen Platz vor der Videoleinwand zu ergattern. Einen gedeckten Tisch mit Sekt und Brot haben sie vor sich aufgebaut, um den Abend musikalisch und kulinarisch zu genießen. Wichtig war ihnen und anderen Opernliebhabern wie der 66-jährigen Gundula Kröger, den Weltstars auf der Bühne möglichst nahe zu kommen. „Weil wir die Oper lieben“, sagt Lemke. Sopranistin Carmen Giannattasio wurde bereits bei ihrem Debüt am Londoner Royal Opera House als Mimi gefeiert. Michael Fabiano glänzte als Rodolfo schon an der Metropolitan Opera in New York.

Am Kopfende des Maschteichs sitzen die beiden Schwestern Eleni und Eleftheria Soufi auf der Wiese. Hier bekommt man an diesem Abend leicht einen Platz, die Sicht auf das Rathaus ist an vielen Stellen gut. Es gibt allerdings nur Lautsprecher, keine Leinwand. Die Akustik ist etwas schlechter. Den Schwestern macht es nichts. „Wenn man etwas Distanz zum Geschehen hat, kann man viel besser entspannen.“ An diesem Abend ist bei den Zaungästen im Maschpark offenbar für jeden etwas dabei.

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