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Orangerie: Merkel trifft Japans Ministerpräsident

Hannover-Deklaration Orangerie: Merkel trifft Japans Ministerpräsident

Bundeskanzlerin Angela Merkel und der japanische Ministerpräsident Shinzo Abe haben sich abseits der Cebit in der Orangerie der Herrenhäuser Gärten getroffen. Dort besprachen sie die Kooperation von Deutschland und Japan in Bezug auf den digitalen Wandel.

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Pressekonferenz in der Orangerie in den Herrenhäuser Gärten: Japans Ministerpräsident Shinzo Abe und Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Quelle: Peter Steffen

Hannover. Offenbar hat Bundeskanzlerin Angela Merkel das Treffen mit US-Präsident Barack Obama in Herrenhausen im vergangenen Jahr gut gefallen: Zum Mittagessen traf sie sich mit Japans Ministerpräsident Shinzo Abe gestern wieder in Herrenhausen. Allerdings wurde die Tafel diesmal nicht im rekonstruierten Schloss aufgebaut, sondern im Hardenbergschen Haus. Es gab Dorsch-Tartar, Filet von der deutschen Färse mit knusprigen Betewürfeln - und eine Vereinbarung zur Zusammenarbeit, die jetzt den Titel Hannover-Deklaration trägt.

Ziel der gemeinsamen Erklärung: Japan und Deutschland wollen im digitalen Wandel enger kooperieren. Es geht um neue Wege in der Technologie - und den damit verbundenen Wandel der Gesellschaft. Bei einem bilateralen Abkommen soll es nicht bleiben: Die Zusammenarbeit werde in einer digitalen Agenda für die Gruppe der 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer (G20) münden, der Deutschland aktuell vorsteht, hieß es nach dem Treffen.

Matthias Machnig, Staatssekretär aus dem Bundeswirtschaftsministerium, sagte gestern, die Deklaration definiere Bereiche der Zusammenarbeit. Dazu gehörten neben dem autonomen Fahren die künstliche Intelligenz oder die Datenanalytik. „Japan und Deutschland gehen einen ähnlichen Weg in der Digitalisierung“, betonte Machnig.

Am Rande der Cebit trafen sich Angela Merkel und der japanische Premierminister Shinzo Abe zu bilateralen Gesprächen in der Orangerie der Herrenhäuser Gärten. 

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„Die Hannover-Deklaration soll die industrielle Kooperation vorantreiben“, sagte der Generaldirektor für die Digitalwirtschaft in Japans Wirtschaftsministerium, Hiyoshi Mori. Es gehe vor allem um die Frage, wie die industrielle Wertschöpfung durch die Digitalisierung vorangebracht werden könnte. Japan und Deutschland seien beides Spitzenanbieter bei der Automobilproduktion und hätten gerade bei der Entwicklung des autonomen Fahrens viele gemeinsame Fragen und Ausgangspositionen. „Japan ist ein Labor der Zukunft, das wir von hier in Deutschland mit der Lupe anschauen sollten“, sagte der Präsident des Digital-Branchenverbands Bitkom, Thorsten Dirks. Schon bei der Eröffnung am Vorabend haben sich Merkel und Abe für eine intensivere Kooperation und einen freien und fairen Welthandel ausgesprochen.

med

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