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Aus der Stadt Was wird aus dem Maschsee-Kiosk?
Hannover Aus der Stadt Was wird aus dem Maschsee-Kiosk?
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00:16 11.08.2016
Von Andreas Schinkel
Die Pacht für das Kioskgebäude wird neue ausgeschrieben. Quelle: Oehlschläger
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Hannover

Der Kiosk-Pavillon am Maschsee-Nordufer soll einen neuen Betreiber bekommen. Die Stadtverwaltung, Eigentümerin der Immobilie, wird im kommenden Jahr die Pacht neu ausschreiben. „Die Ausschreibung ist für Mitte 2017 vorgesehen“, bestätigt Stadtsprecher Dennis Dix die Informationen der HAZ. Bis dahin arbeite man die Konditionen aus. Aktueller Pächter ist eine Firma, hinter der Hannovers bekannter Gastronom Walter Tanke steckt. Er betreibt unter anderem den Biergarten Lister Turm. Sein Pachtvertrag für den Maschsee-Kiosk läuft Ende 2017 aus. „Wir werden uns an der Ausschreibung beteiligen“, kündigt Tanke an. Er dürfte nicht der einzige Bewerber sein. Der Kiosk am Maschsee gilt als Goldgrube, die für eine geringe Miete zu haben ist. Dem Vernehmen nach sind mehrere namhafte Gastronomen am Betrieb des Kiosks interessiert.

Tanke hat den Kiosk-Pavillon im Jahr 1986 übernommen. Eine Goldgrube sei der Kiosk allenfalls im Sommer und an Wochenenden, meint er. „Bei Wind und Regen kauft nur eine Handvoll Menschen Eis und Getränke“, sagt Tanke. Die Gerüchte über eine monatliche Pacht im niedrigen dreistelligen Bereich kann er nicht bestätigen. „Ich zahle weitaus mehr“, sagt Tanke. Dennoch scheint der Kioskbetrieb zumindest so einträglich zu sein, dass sich Tanke abermals um einen Vertrag bewirbt.

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Aus der Ratspolitik, aber auch aus der Gastronomie-Szene erhebt sich der Vorwurf, der markante Bau an Hannovers prominentem See werde vernachlässigt. „Der kleine Pavillon macht einen verlotterten Eindruck“, sagt FDP-Fraktionschef Wilfried Engelke. Ähnlich wie der Musik-Pavillon vor dem Courtyard-Hotel müsse auch der Kiosk dringend erneuert werden. „Gestalterisch ist das eine glatte Sechs“, sagt ein Gastronom.

Tatsächlich gehört das Häuschen zum Maschsee-Ensemble und steht daher unter Denkmalschutz. Die bauliche Unterhaltung obliegt der Stadtverwaltung, nicht dem Pächter. „Ich habe schon häufiger auf Graffiti-Schmierereien am Kiosk hingewiesen“, sagt Tanke. Erst kürzlich habe die Stadt Teile der Fassade streichen lassen. Die letzte Modernisierung liegt aber rund 30 Jahre zurück. „Ich habe vieles auf eigene Kosten erneuert, als ich den Kiosk übernahm“, sagt der Pächter.

Auch in der CDU ist man der Ansicht, dass der Kiosk-Pavillon ein freudloses Dasein fristet. „Aus dem Standort kann man mehr machen“, sagt der Südstädter Ratsherr Dieter Küßner. Doch dem Pächter seien die Hände gebunden. „Es fehlt eine Gästetoilette“, sagt Küßner. Wäre ein WC vorhanden, könnten Stühle und Tische vor dem Kiosk stehen, das Angebot erweitert werden und die Imbissbude zu einem kleinen, feinen Bistro ausgebaut werden. Küßner hofft, dass die Stadt im neuen Pachtvertrag auch neue Möglichkeiten eröffnet. Der CDU-Mann schlägt vor, dass der Kiosk und die benachbarte Segelschule künftig kooperieren. „Im Gebäude der Segelschule gibt es eine Toilette“, sagt Küßner.

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