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Pädiatrisches Forschungszentrum der MHH eröffnet

Neue Therapien für kranke Kinder Pädiatrisches Forschungszentrum der MHH eröffnet

Die Medizinische Hochschule Hannover (MHH) hat am Freitag das 18,5 Millionen Euro teure Pädiatrische Forschungszentrum (PFZ) eröffnet. 250 MHH-Wissenschaftler sollen in dem neuen Komplex an Forschungsprojekten aus der Kinderheilkunde arbeiten.

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Am Freitag wurde das Pädiatrische Forschungszentrum (PFZ) eröffnet.

Quelle: Daniel Reinhardt

Hannover. Für Gesine Hansen ist es ein „Hochgeschwindigkeitsprojekt“. Damit meint die Direktorin der Kinderklinik der Medizinischen Hochschule (MHH) den Neubau, der binnen 15 Monate neben der Klinik in die Höhe gewachsen ist. Die Professorin und rund 250 weitere MHH-Wissenschaftler arbeiten in dem neuen Komplex fortan an Forschungsprojekten aus der Kinderheilkunde – mit dem Ziel, innovative Therapien zu entwickeln. 18,5 Millionen Euro haben Bund und Land in das Pädiatrische Forschungszentrum (PFZ) investiert; die Summe stammt aus dem sogenannten Konjunkturpaket.

Auch das war ein Grund für den schnellen Ablauf der Bauarbeiten. Das öffentliche Geld, das in dem Sonderprogramm bereitgestellt wurde, musste in einer festgesetzten Frist verbaut werden. In dem 4600 Quadratmeter großen Gebäude, das am Freitag eröffnet wurde, arbeiten Forscher aus unterschiedlichen Fachgebieten auf fünf Ebenen unter einem Dach. Bisher waren sie auf dem gesamten MHH-Gelände verteilt. Angesichts der extremen Raumnot auf dem Campus schaffe der Neubau endlich genug Platz für die Forscher, betonte MHH-Präsident Prof. Dieter Bitter-Suermann.

Nach Hansens Worten gibt es in Deutschland kein weiteres vergleichbares Zentrum, das sich derart interdisziplinär und in enger Kooperation mit den Kollegen aus der Klinik der Erforschung von Krankheiten im Kindesalter widmet. Auch weltweit bestünden mit Einrichtungen in Paris, London und Boston nur sehr wenige Zentren dieser Art. Die Schwerpunkte des PFZ reichen von Allergien und Immundefekten über Lungen- und Krebserkrankungen bis zur Kardiologie und Transplantationsmedizin. In speziellen Kühlanlagen im Kellergeschoss können bis zu 500.000 Zell- und Blutproben eingefroren werden. Es solle eine zentrale Referenzdatenbank für seltene Erkrankungen aufgebaut werden, erklärte MHH-Professor Burkhard Tümmler. Zudem gibt es eine Abteilung für Arzneimittelforschung, um Medikamente für die jungen Patienten gezielt verbessern zu können.

Bei aller Freude über den Forschungskomplex machten Bitter-Suermann und Hansen auch deutlich, dass ein weiterer Neubau folgen müsse: Die Anfang der siebziger Jahre errichtete Kinderklinik sei marode, erklärten beide gegenüber Staatssekretärin Christine Hawighorst, die zur PFZ-Eröffnung gekommen war. Ein Klinikneubau wäre noch deutlich teurer – er ist mit etwa 100 Millionen Euro veranschlagt.

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