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Feiern – aber richtig

Partyprojekt „Made by Self“ Feiern – aber richtig

Ein Projekt soll neue Partykonzepte fördern – die Macher haben Experten engagiert, die Veranstaltungsmacher in Seminaren coachen. 70 junge Menschen werden in den kommenden Wochen im Pavillon darüber nachdenken, wie eine gelungene Party aussieht.

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Sören Nyhuis (v.l.), Iyabo Kaczmarek und Hendrik Schwedt stellen im Pavillon ihre Dozenten vor.

Quelle: Alexander Körner

Hannover. Es gibt vermutlich wenig Jugendliche, die sich am Wochenende im Klub Gedanken über freie Rettungswege, Sauberkeit von Toiletten und freundliches Sicherheitspersonal machen. Und doch werden etwa 70 junge Menschen in den kommenden Wochen freiwillig darüber nachdenken, was eine gelungene Party abseits von guter Musik ausmacht. Am Donnerstag trafen sie sich zur Auftaktveranstaltung des Projekts „Made By Self“. „Wir möchten jungen Menschen vermitteln, wie man Freiräume sinnvoll gestalten kann“, sagt Hendrik Schwedt, der mit Iyabo Kaczmarek das Projekt leitet. „Und wir möchten, dass junge Menschen die Chance bekommen, das Nachtleben ihrer Stadt mitzugestalten“, sagt Kaczmarek. Netzwerke sollen gebildet, neue Ideen entwickelt werden.

Die Jugendlichen werden dabei nicht von Pädagogen oder Vertretern der Stadt Hannover betreut. Die sieben Workshop-Reihen von Dekoration über Steuerfragen bis hin zum richtigen Booking übernehmen Szenevertreter selbst. So informiert der 32-jährige DJ und Veranstaltungstechniker Robert Kluge über Grundlagen von Beschallung und Bühnenbau. Malte Mackenrodt, der neben seinen Aufträgen als DJ auch die interne Kommunikation der Sparkasse mitverantwortet, erklärt mit Jörg Strohmann von der Agentur Kochstraße präzises Marketing. Und Label-Betreiber Benjamin Völksen spricht über die Versammlungsstättenverordnung. „Jeder trägt mit seinen Kenntnissen zur gelungenen Veranstaltung bei“, sagt Sören Nyhuis vom Kulturzentrum Pavillon, das die Trägerschaft des Projekts übernommen hat. Ziel sei es, auf neue Partykonzepte Lust zu machen und Grundlagen des Veranstaltungsmanagements zu vermitteln. Am 22. Dezember organisieren die Teilnehmer abschließend ihre eigene Feier. Die Inhalte bestimmen sie selbst.

„Ich mag innovative Partys“, sagt Parssa Madani. „Dazu gehört, dass es schön aussieht, schön klingt und die Menschen angenehm sind - so etwas kenne ich von Hannover bisher nicht“, so der 18-Jährige. Darum möchte er gern selbst etwas auf die Beine stellen. „Das Projekt ist eine großartige Möglichkeit, Einfluss aufs Nachtleben zu nehmen und Netzwerke aufzubauen“, sagt der 19-jährige Elias Richter. Die Initiatoren der dritten Auflage von Made By Self arbeiten eng mit Stadt und Region zusammen und werden vom Land, dem Fonds Soziokultur und dem Verein Niedersächsischer Bildungsinitiativen gefördert. „Denn ein gutes Nachtleben - bei allen Diskussionen - fördert auch das positive Image einer Stadt“, sagt Schwedt.

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