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Pastor will falsche Überweisung nicht zurückzahlen

Geistlicher aus Hannover Pastor will falsche Überweisung nicht zurückzahlen

Ein Pastor aus Hannover hat von einer Kirchengemeinde in Köln fälschlicherweise mehrere Hundert Euro überwiesen bekommen. Doch der Pastor weigert sich, das Geld zurückzuzahlen. Deshalb muss er sich jetzt vor dem Amtsgericht in Hannover verantworten.

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Die 721 Euro will der Pastor nicht zurückzahlen.

Quelle: dpa

Hannover. Wer schon einmal versehentlich Geld auf sein Konto überwiesen bekommen hat, das ihm nicht zusteht, der weiß, in welche Gewissensnöte man geraten kann. Weniger Schwierigkeiten hat damit offenbar ein Pastor aus Hannover. Er soll einer Kölner Kirchengemeinde 721 Euro zurückzahlen, die aufgrund einer Namensverwechslung fälschlicherweise auf seinem Konto gelandet waren.

Der an der Schwelle zum Ruhestand stehende Geistliche weigert sich aber, das Geld zu erstatten. Darum hat ihn der Kirchenvorstand aus Köln-Ehrenfeld verklagt. In einer Verhandlung vor dem Amtsgericht in Hannover wurde deutlich, dass die Argumentation des Geistlichen nicht gänzlich widerspruchsfrei ist.

Der Beklagte ist kein Unbekannter in der Region, war in Hannover als Pastor tätig und ist seit vielen Jahren als Künstler, Lehrbeauftragter und Referent unterwegs. Zudem firmiert er als Seelsorger für Gläubige aus dem Mittleren Osten. Dummerweise gibt es in Köln-Ehrenfeld einen Geistlichen, dessen Nachname dem seinen überaus ähnlich ist, die beiden unterscheiden sich sozusagen nur durch einen einzigen Buchstaben.

Anfang 2015 fiel dem Kölner Pfarrer auf, dass auf seinem Konto fünf Überweisungen zwischen 18 und gut 300 Euro aus den beiden Vorjahren fehlten, die er bei der eigenen Gemeinde als Auslagen geltend gemacht hatte. Schnell stellte sich heraus, dass der Buchhaltung ein Fehler unterlaufen war; aufgrund früherer Geschäftsverbindungen war dort auch die Bankverbindung des Beinahe-Namensvetters aus Hannover bekannt und irrtümlich benutzt worden. Per Mail forderte der Pfarrer aus Köln seinen Glaubensbruder auf, ihm doch bitte die ihm zustehenden 721 Euro zu überweisen - doch dieser lehnte ab.

Zunächst behauptete der Geistliche, das Geld gar nicht erhalten zu haben. Vor Gericht argumentierte er dann, bei einer Besoldung von 5270 Euro monatlich seien ihm die irrtümlich überwiesenen Beträge gar nicht aufgefallen. Für eine eventuelle Rücküberweisung bat er sich Ratenzahlung aus. Demnächst soll das Urteil erfolgen. Amtsrichter Carsten Knepper hat schon erkennen lassen, dass er den Pfarrer nicht so ganz auf dem rechten Weg wähnt.

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