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Warnstufe 3: Regen lässt Flusspegel steigen

Hochwasser Warnstufe 3: Regen lässt Flusspegel steigen

Der Dauerregen vom Wochenbeginn hat Hannovers Wasserläufe kräftig über die Ufer treten lassen. Im neu angelegten Hochwassergebiet an der Glocksee gegenüber vom Ihme-Zentrum standen die Bänke tief im Wasser, etliche Spazierwege entlang der Ihme waren geflutet.

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Unter Wasser: Der Uferweg an der Ihme in der Calenberger Neustadt.

Quelle: Tim Schaarschmidt

Hannover. Die Stadtentwässerung schloss die Regenwasserschieber in der Innenstadt, damit das Wasser nicht aus der Kanalisation hoch in die Keller und auf die Straßen dringt. Und bei Neustadt-Poggenhagen musste zeitweilig die Leinebrücke gesperrt werden, die Verbindung nach Bordenau war wegen überschwemmter Straßen nicht mehr nutzbar.

Durch den vielen Regen ist an der Ihme und der Leine das Wasser übergetreten. Wege, Bänke und Mülleimer wurden überflutet - manche Wege mussten gesperrt werden.

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Seit gestern Nachmittag entspannt sich die Situation zwar spürbar, die Warnstufe 3 aber war am Pegel Herrenhausen bis zum späteren Abend noch nicht aufgehoben. Sie gilt, sobald der Wasserstand 4,80 Meter höher ist als im Normalzustand. Gestern wurden in Herrenhausen zeitweilig noch mehr als 5 Meter gemessen, gegen 18 Uhr fiel der Pegel aber bereits auf 4,88 Meter. In Neustadt war da bereits auf Warnstufe 2 zurückgestuft. Ein Mitarbeiter des überregionalen Hochwasserdienstes in Hannover sagte, dass sich die Pegelstände bis zum Wochenende voraussichtlich wieder normalisieren.

Die gesperrte Kreisstraße 335 zwischen Bordenau und Poggenhagen.

Die gesperrte Kreisstraße 335 zwischen Bordenau und Poggenhagen.

Quelle: Holger Hollemann

Wenn die Flusspegel steigen, wird die Berufsfeuerwehr in Alarmbereitschaft versetzt – was aber nur heißt, dass sie die Messwerte genau kontrolliert und an den problematischen Stellen nach dem Rechten sieht. Auch das Schließen der Regenwasserschieber in der Innenstadt sei „eine reine Vorsichtsmaßnahme“ gewesen, sagt Helmut Lemke von der Stadtentwässerung: „Wir arbeiten die Alarmpläne ab, damit es nicht plötzlich zu Notsituationen kommt.“ In Herrenhausen wurde das Leinewehr vollständig geöffnet, damit es keinen Rückstau in die Stadt gibt – diese Aktion sorgt dann für geflutete Felder und Straßen nördlich von Hannover. Auf der ständig aktualisierten Internetkarte des Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) war gestern aber zu erkennen, dass sich die Flusssituation südlich von Hannover entspannt hat: Am Pegel Koldingen war nur noch Warnstufe 1 ausgerufen. Es kommt also keine weitere Flutwelle nach.

Hier finden Sie die aktuellen Pegelstände.

 

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