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150 Pegida-Anhänger demonstrieren am Georgsplatz

Islamfeindliche Bewegung 150 Pegida-Anhänger demonstrieren am Georgsplatz

150 Anhänger der islamfeindlichen Pegida haben sich Montagabend auf dem Georgsplatz versammelt und ihren "Spaziergang" absolviert. Diesmal waren sie nicht nur gekommen, um gegen eine angebliche Überfremdung zu protestieren. Sie wollten auch das einjährige Bestehen der Gruppierung in Hannover zelebrieren.

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Die Polizei ist mit zahlreichen Einsatzkräften vor Ort, um Demonstranten und Gegendemonstranten voneinander zu trennen.

Quelle: Dillenberg

Hannover. Linksautonome Gruppen hatten bereits vor Tagen im Internet zu einer Gegenveranstaltung aufgerufen, etwa 70 Demonstranten folgten dem Aufruf. Beide Versammlungen verliefen nach Angaben der Polizei friedlich.

Die islamfeindliche Pegida demonstriert in Hannover.

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Am 12. Januar 2015 versammelten sich rund 200 Pegida-Anhänger zum ersten Mal - damals noch auf dem Steintorplatz.Die Bewegung schwappte damals gerade von Dresden nach Westdeutschland. In Hannover aber war die Zahl der Gegendemonstranten weitaus größer. 19 000 Menschen waren damals in die Innenstadt gekommen, um Flagge zu zeigen. Der Demonstrationszug führte von der Marktkirche durch die City zum Georgsplatz. Der geplante Zug der Pegida-Anhänger durch die Fußgängerzone dagegen musste ausfallen. Gegendemonstranten blockierten den Weg und schreckten trotz des Einsatzes von Polizeipferden nicht zurück.

Seit dieser Zeit hat die islamfeindliche Gruppierung viele Wechsel erfahren. Unstimmigkeiten innerhalb der Gruppierung führten zeitweise zu einer Spaltung der Aktivisten in eine Pegida-Fraktion (Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes) und dem hannoverschen Ableger Hagida. Beide Splittergruppen meldeten zum Teil Demonstrationen am gleichen Tag und zur gleichen Uhrzeit an und machten sich so gegenseitig die Unterstützer streitig. Der Konflikt ist beigelegt, die Pegida-Bewegung konnte sich durchsetzen. Im Zweiwochen-Rhythmus organisieren sie seitdem ihren Protest auf dem Georgsplatz, inklusiver eines kurzen Marsches durch die Innenstadt. Nach Einschätzungen der Polizei erhält die Bewegung in jüngster Zeit allmählich wieder Zulauf – insbesondere aus dem Lager der gewaltbereiten Neonazis, die sich unter die Demonstranten mischen. Gestern allerdings war davon nicht viel zu sehen.

Großaufgebot in Leipzig

In Leipzig haben am Montagabend mehrere Tausend Gegner wie Anhänger des fremdenfeindlichen Bündnisses Legida demonstriert. Zeitgleich randalierten im linksautonom geprägten Stadtteil Connewitz etwa 250 vermummte, nach Polizeiangaben rechtsorientierte Hooligans. Sie hätten Pyrotechnik gezündet und Schaufensterscheiben mit Steinen eingeworfen, sagte eine Polizeisprecherin. Auf Twitter teilte die Polizei mit, die Randalierer seien festgesetzt worden, die Lage sei unter Kontrolle. Auf dem Innenstadtring bildeten am Gründungstag von Legida Gegendemonstranten bei strömendem Regen eine Lichterkette für Weltoffenheit und Toleranz. Dazu hatte unter anderem Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) aufgerufen. An dem Gegenprotest mit mehreren Veranstaltungen beteiligten sich nach Angaben der Studentengruppe "Durchgezählt" zwischen 2300 und 2800 Menschen. Legida versammelte nach Schätzung von Beobachtern zwischen 1500 und 2000 Anhänger. Die Pegida-Initiative in Dresden hatte auf einen eigene Veranstaltung am Montagabend verzichtet und zur Teilnahme in Leipzig aufgerufen, auch Pegida-Chef Lutz Bachmann war dorthin gereist.

tm

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