Tatsächlich staute sich der Verkehr am Donnerstagmorgen und am späten Nachmittag erneut auf dem Messeschnellweg. Am Mittwochabend ging zwischen dem Messegelände und der Auffahrt zur A 7 zeitweise überhaupt nichts mehr.
Wegen der anhaltenden Behinderungen hatten Autofahrer und Messeaussteller wiederholt gefordert, dass, ähnlich wie zur CeBIT, auch für die weltgrößte Landwirtschaftsmesse die Maßnahme A und R gelten sollte, also die Teilsperrung des Messeschnellwegs für die An- und für die Rückfahrt. Auch der Messeveranstalter, die Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG), hatte nach HAZ-Informationen in den Verhandlungen mit der Stadt und den Verkehrsplanern mehrmals massiv diese Maßnahme gefordert.
Ulrich Opel von der Verkehrsmanagementzentrale (VMZ) hält die Forderung allerdings nicht für sinnvoll: „Das Verkehrsaufkommen ist noch nicht so hoch, dass eine Maßnahme A und R wirklich Entlastung auf der Strecke bringen würde.“ Die zeitweise Sperrung des Schnellwegs ist nach Angaben des Verkehrsexperten erst sinnvoll, wenn 18.000 Fahrzeuge oder mehr die Strecke nutzen. „Am ersten Messetag waren es aber nur 10 607, am zweiten 13 800 und am dritten 16 800 Pkw“, sagt der VMZ-Chef. Dazu kommt eine Besonderheit der Landwirtschaftsmesse gegenüber den anderen großen Messen. „Die Besucher kommen alle wahnsinnig früh und bleiben wahnsinnig lange“, erklärt er.
Die Gäste der Landwirtschaftsschau reisen in der Regel zwischen 7.15 und 7.45 Uhr zum Messegelände – eine halbe Stunde früher als beispielsweise die Besucher der Computerfachmesse. Genau in dieser Anreisezeit erreicht aber auch der Strom der Berufspendler, der von Süden Richtung City fließt, das Messegebiet. „Würden wir während der Agritechnica die Maßnahme A und R fahren, käme es zu langen Pendlerstaus rund um die Anschlussstelle Messe-Nord“, erklärt Ulrich Opel. Er ist dennoch überzeugt, dass die VMZ den Ausstellern und Gästen in Hannover ein Verkehrskonzept anbiete, das nicht vergleichbar sei mit dem irgendeiner anderen Messestadt. „Wir wollen, dass die Autofahrer auf dem schnellsten Weg mit so wenig Zeitverlust wie möglich aufs Gelände kommen können“, sagt der Verkehrsplaner. Eine große Messe ganz ohne Staus und Verkehrsbehinderungen – das werde es niemals geben.
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Kommentare
selbst schuld 123 – 13.11.09
Ich habe früher in der Nähe der Messe gewohnt und mich immer über die Messebesucher geärgert, die die umliegenden Stadtteile zuparken, um die Parlgebühr am Messegelände zu sparen. Dagegen sollte mal etwas gemacht werden, z.B. freies Parken am Messegelände mit Eintrittskarte. Die Verkehrsstaus sind da weniger relevant, denn die Pendler sind selbst schuld. Fahrt gefälligst mit der S-Bahn! Billiges Häuschen im Speckgürtel und dann Abends schnell nach Hause und, wie schon geschrieben, in Wild-West-Manier über Hannovers Strassen rasen.Neues Problem? Ellen – 13.11.09
Wir wohnen seit 2001 in der Nähe des Messegeländes. Natürlich kriegen wir fast jede Messe mit. Bis zu dieser Woche dachten wir, dass die größten Behinderungen Cebit mit sich bringt. Na ja... Wir haben uns geirrt. Den Messeschnellweg können wir zur Zeit weder morgens noch abends nutzen. Bei Cebit ist es anders. Auch andere Straßen sind blockiert. Ich habe gestern eine Stunde statt 15 Minuten gebraucht, um nach Hause zu kommen. So schlimm war es nie! Nicht mal zu Cebit!aktuelle Einrichtungen sind ungenügend betroffener Berufpendler – 13.11.09
Hallo Zusammen,ich habe jeden morgen das Vergnügen aus Hannover-City in Richtung Messe fahren zu müssen. In der Regel ist das zwischn 06:30 und 07:30 bereits zu diesem Zeitpunkt sind die Umleitungen rund um das Messegelände aufgestellt. D.h. es ist mir unmöglich den gewohnten Arbeitsweg aufzunehmen. Die Konsequenz der Umleitung ist einen Umweg von mehreren Kilometer rund um das Messegelände in Kauf zu nehmen.
Am Abend geht das gleich Spiel dann wieder los. Zuerst hat man auf Grund einer sehr verwirrenden Verkehrleitung Probleme auf einen Schnellweg zu kommen. (Der ist meist überfüllt wenn nicht sogar Stau ist. )
Als Ausweichmöglichkeit bleibt einem nichts weiter übrig, als auf die ebenso vollen Straßen überzugehen.
Ich kann das Verhalten der Stadt Hannover an dieser Stelle nicht nachvollziehen. Wie kann man zu einer solch großen Messe auch noch hunderte von Baustellen aufmachen. An jeder Ecke findet sich ein Absperrung, Umleitung o.ä.
Die aktuelle Verkehrsituation kostet nicht nur mich ca. 1h mehr Fahrtzeit sondern schadet der Umwelt auch noch ungemein. Wenn man das nun mit eine Anzahl X an weiteren Berufspendler multipliziert lässt schnell herausfinden wieviel CO2, aufgrund einer nur ungenügend geplanten und organisierten, aber vorausschaubaren, Verkehrsituation unnötig in die Umwelt gepustet wird.
Wünsche alle Betroffenen noch eine angenehme und kurze Heimfahrt
Pendlerwut stoppen! Doris B. – 13.11.09
Ich würde mich freuen, wenn die Polizei diese Pendlerwut in unseren Straßen stoppen könnte. Denn hier in unserer Straße ist teilweise wildwest.Staus Olli – 13.11.09
Wer jeden Morgen über den Messeschnellweg muss zur Zeit dieser Messe hält diesen Artikl für einen Witz. Hier wird nichts geregelt, hier wird das Chaos verwaltet - sonst nichts. Weder für die Messe noch für die Stadt Hannover ein Ruhmesblatt.Bei Üstra keine Info's über Umleitung Muzzle – 13.11.09
Bei der Üstra gibt es keine Informationen über entsprechende Umleitungen der Linie 340/341 von Pattensen über Laatzen nach Messe/Süd. Nur die Haltestellen die nicht angefahren werden, von Laatzen Park der Sinne bis über Laatzen Messebahnhof Eichstraße haben entsprechende Informationen, aber nicht z.b. Laatzen und Laatzen/Zentrum, wer z.b. zur Leine Volkshochschule und Leine-ZAQ will, ist sprichwörtlich angeschissen, auch wer zu IKEA und zur Stadtbahn-Endstation Messe/Süd will, kann sich auf längere Spaziergänge als üblich einstellen und das auch für 85 Euro für Monatskarten Inhaber und die nächste Preiserhöhung kommt ja auch schon im nächsten Monat. Einfach eine Unverschämtheit, neben den üblichen Verspätungen auf den Linien 1 und 2 während der Mittagszeit. Wer von Laatzen in die südwestliche Region will, hat große Anschlußprobleme. Da nutzt auch kein Kundenservice mehr, den es eh nicht gibt, das Callcenter und Servicecenter stellen sich auf blöd und Doof und die Formulare für die Kundengarantie Pünktlichkeit sind ein Bürokratisches Monster. Liebe Üstra sie können mich ja vom Gegenteil überzeugen:Email-Adresse wurde von HAZ.de gelöscht. Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen unter www.haz.de/Nutzungsbedingungen
- aber fürs erste hat der öffentliche Nahverkehr im Moment in der Region Hannover schlicht weg wie sagt man schön in der Landwirtschaft: VERSCHISSEN! Und ich kann die Liste noch ziemlich lange fortsetzen von Verspätung der S-Bahn zur Rushhour usw.... und das Beste: In den Nachbarskreisen wo RegioBus dran beteiligt ist, sieht es nicht besser aus: Hagenburg - Stadthagen, Lauenau - Haste, Lauenau - Stadthagen, usw.......