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Aus der Stadt Peta verweigert Herausgabe von komplettem Filmmaterial
Hannover Aus der Stadt Peta verweigert Herausgabe von komplettem Filmmaterial
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08:41 11.04.2017
Elefanten im Zoo Hannover.  Quelle: Kutter
Hannover

Nach den Vorwürfen von Peta, Pfleger würden im Zoo Hannover Elefanten misshandeln, hat die Tierrechtsorganisation sofortige personelle Konsequenzen gefordert. "Wir vermissen eine Stellungnahme des Zoos, dass die Tierquälerei beendet wurde", hieß es am Montag in einem offenen Brief an die Leitung des Tierparks, der der HAZ vorliegt. "Wir fordern Sie daher auf, das für die Elefanten zuständige Personal umgehend zu suspendieren und durch andere Zoowärter - notfalls aus anderen Zoos - zu ersetzen."

Die Tierrechtsorganisation hatte heimlich Videos gedreht, die am 4. April in einem Beitrag des ARD-Magazins "Report Mainz" gezeigt wurden. Peta hatte im Herbst 2016 mehrere Kameras in der Elefantenanlage installiert. Die Organisation wirft den Pflegern vor, Jungtiere zu misshandeln, um ihnen Kunststücke beizubringen.

Tierschützer werden Pflegern im Zoo Hannover vor, Baby-Elefanten zu misshandeln, um ihnen Kunststücke beizubringen. 

Video

Das zeigen die  Peta-Aufnahmen

Der Zoo kündigte an, das Videomaterial genau zu analysieren, verwahrte sich aber gegen jede Vorverurteilung. Peta hat Strafanzeige wegen Tierquälerei gegen die Zoo-Verantwortlichen erstattet. Die Tierschützer verwiesen dabei auf den Verein Elefanten-Schutz Europa, der bereits 2005 darüber berichtet hatte. Der Verein hatte den Zoo vor wenigen Tagen aufgefordert, umgehend zu handeln und ebenfalls personelle Konsequenzen gefordert.

Staatsanwaltschaft nimmt Ermittlungen auf

Die Staatsanwaltschaft Hannover hat wegen der Anzeige der Tierrechtsorganisation Peta inzwischen Ermittlungen aufgenommen. Staatsanwältin Kathrin Söfker rechnet aber nicht mit Ergebnissen innerhalb der nächsten Wochen. „Wir werden das uns überlassene Videomaterial sichten und dafür Sachverständige hinzuziehen“, sagt sie.

Der Zoo wiederum hatte seine Tierpfleger und die Art der Elefantenhaltung verteidigt, aber versprochen, die Angelegenheit auch mithilfe von externen Sachverständigen aufzuklären. Dazu, so hatte Geschäftsführer Andreas Casdorff betont, benötige man nicht nur das veröffentlichte Filmmaterial, sondern das gesamte. Dies lehnt Peta ab mit der Begründung, es sei hinsichtlich des eingeleiteten Ermittlungsverfahrens unüblich, dem mutmaßlichen Täter Beweismaterial zur Verfügung zu stellen. Unabhängige Aufklärung werde vonseiten der Staatsanwaltschaft erfolgen.

Nach Peta vorliegenden Informationen seien entsprechende Hinweise auf Tierquälerei im Zoo Hannover seit vielen Jahren bekannt. Die Tierschützer verwiesen dabei auf den Verein Elefanten-Schutz Europa, der bereits 2005 darüber berichtet hatte. Der Verein hatte den Zoo vor wenigen Tagen aufgefordert, umgehend zu handeln und ebenfalls personelle Konsequenzen gefordert.

Mehr als 100 Tierschützer haben am Sonnabend vor dem Zoo in Hannover demonstriert. Hintergrund sind die Vorwürfe, dass Pfleger im Zoo Elefanten misshandeln würden. 

Die Diskussion polarisiert: Mehr als 100 Tierschützer demonstrierten am Sonnabend vor dem Zoo gegen den Einsatz von Elefantenhaken. Zoo-Mitarbeiter erhalten Morddrohungen. Doch auch die Haltung der Tierschutzorganisation Peta wird kritisch betrachtet. Unter anderem fragen sich Leser, warum Peta zwischen Aufnahme des Materials und Veröffentlichung ein halbes Jahr verstreichen ließ und so, wenn die Vorwürfe stimmen sollten, fortgesetzte Tierquälerei billigend in Kauf genommen habe.

dpa/ewo/se

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