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Aus der Stadt Der Rocker holt sich den Leibniz-Ring ab
Hannover Aus der Stadt Der Rocker holt sich den Leibniz-Ring ab
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00:35 05.07.2015
Von Rüdiger Meise
Preisträger Peter Maffay (l.) mit Liz Mohn und Sigmar Gabriel. Quelle: Rainer Dröse
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Hannover

Es war entschieden zu warm für die Lederjacke. Peter Maffay kam gestern im kurzärmligen Hemd und mit verspiegelter Sonnenbrille zur Verleihung des Leibniz-Rings ins Hannover Congress Centrum. Drinnen warteten bereits rund 400 Ehrengäste – meist in dunklen Anzügen oder langen Kleidern. Der Terminplan des 65-jährigen Sängers, Komponisten und Produzenten ist in Hannover eng getaktet: Schon am Morgen holte er im Werk von Volkswagen Nutzfahrzeuge in Stöcken einen Amarok ab, den VWN für Maffays Kinderstiftung Fundación Tabaluga auf Mallorca gespendet hat. Hier machen traumatisierte Jugendliche kostenlos Ferien – eines von mehreren Hilfsprojekten des Musikers, von dem mehr als tausend Kinder jährlich profitieren. Am Freitag trägt er sich um 7.30 Uhr ins Goldene Buch der Stadt ein – und trifft dabei einen weiteren Frühaufsteher: Oberbürgermeister Stefan Schostok.

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Stolz zeigt Peter Maffay den Leibniz-Ring.

Sein jahrzehntelanges soziales Engagement hat dem gebürtigen Rumänen bereits zahlreiche Ehrungen eingebracht: das Bundesverdienstkreuz, die polnische Auszeichnung Kavalier des Ordens des Lächelns, den World Vision Charity Award oder den Echo als Sonderpreis für gesellschaftliches Engagement. Nun ist mit dem Leibniz-Ring des Presse Clubs Hannover ein renommierter Preis hinzugekommen. „So viel Aufmerksamkeit macht mich verlegen“, bedankte er sich mit tiefer Reibeisenstimme und rollendem R. Maffay mahnte, die Schwachen in der Gesellschaft mitzunehmen sowie „Energien zu bündeln und dort einzusetzen, wo sie nötig sind“. Darauf komme es an.

Im Publikum applaudierten unter anderem die ehemaligen Preisträger Rita Süssmuth und Ulrich Reimers sowie die Kuratoriumsmitglieder Liz Mohn, Peter Hahne, Jan Hofer, Markus Schächter und Madjid Samii – der selbst im Jahr 2013 den Ring bekommen hatte.

Schirmherr Ministerpräsident Stephan Weil sagte, dass es nur wenige in Deutschland gibt, die die Herzen von so vielen Menschen erreichen wie Peter Maffay. „Die wenigsten Politiker können das.“ Vizekanzler Sigmar Gabriel, ein langjähriger Freund des neuen Ringträgers, hielt die Laudatio. „Geehrt wird heute nicht der Musiker, sondern der Mensch Maffay“, sagte Gabriel. Und der habe es im Leben nicht immer leicht gehabt: „Ausgegrenzt erst als Deutscher in Rumänien und dann in München als Fremder“ liege ein Grund für das soziale Engagement Maffays vielleicht auch in seiner eigenen Lebensgeschichte.

Die Ringe von Samii und Maffay haben eines gemeinsam: Sie stammen beide aus der Werkstatt von Goldschmiedemeisterin Petra Marklein-Paas aus Misburg. Die 49-Jährige hat in diesem Jahr zum zweiten Mal den Goldschmiede-Wettbewerb um den Leibniz-Ring gewonnen. Maffay streifte ihn über und winkte mit dem massiven, glitzernden Ring in Richtung der 400 Ehrengäste im Beethovensaal: Passt.

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