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Aus der Stadt Wenn Spenden Spaß macht
Hannover Aus der Stadt Wenn Spenden Spaß macht
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20:35 15.05.2016
Von Michael Zgoll
Volles Haus: Zum internationalen Gottesdienst kamen sogar Gäste aus Südafrika. Quelle: Heusel
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Kleefeld

Selten hat Spenden so viel Spaß gemacht, selten wurde die Kollekte in einem hannoverschen Gotteshaus von so vielen lachenden Gesichtern begleitet und von so vielen beschwingten Kirchgängern zelebriert wie am Pfingstsonntag. Anlässlich eines internationalen Gottesdienstes in der Kirche des Stephansstifts hatten die Gäste verschiedener südafrikanischer Gemeinden einen landestypischen Brauch nach Kleefeld importiert: das gemeinsame Spenden vor dem Altar. Das Durchreichen des Klingelbeutels vermisste niemand an diesem Nachmittag.

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Ministerpräsident Weil hielt beim Pfingst-Gottesdienst ein Grußwort.

Die stimmgewaltige Sängerin Nomzamo Kubheka initiierte einen vielstimmigen Gospelgesang, und unter rhythmischem Klatschen und federnden Schrittes zogen die 250 Gottesdienstbesucher in einem viertelstündigen Zug durch das Kirchenschiff bis zum Altar. Anschließend erinnerte Pastorin Silvia Mustert an den Bibelspruch „Einen fröhlichen Geber hat Gott lieb“, auch deutete sie an, dass das pfingstfröhliche Ritual die Geldbörsen erheblich weiter geöffnet habe als erwartet.

Der internationale Pfingst-Gottesdienst war der Höhepunkt einer Konferenz, zu der die evangelisch-lutherische Landeskirche Hannover, das niedersächsische Missionswerk und das Haus kirchlicher Dienste Vertreter aus mehreren Partnerkirchen eingeladen hatten; bei der fast zweistündigen Feier stellten die Gäste aus Südafrika, Äthiopien und Indien die zahlenmäßig stärksten Gruppen. Viele Gebete wurden mehrsprachig gehalten, auch waren Posaunenmusik und ein Blinden-Chor aus Myanmar zu hören. Die Konferenz ist eingebettet in das Themenjahr „Reformation und die Eine Welt“; über Flucht und Migration wird dort ebenso diskutiert wie über den Umgang mit Vorurteilen.

Das Pfingstwunder, sagte Landesbischof Ralf Meister in seiner englischsprachigen Predigt, stehe für eine Reformation, die nationale, ethnische und soziale Grenzen überwindet. Leider gebe es in der heutigen Kirche Strömungen, die diese Grenzen wieder aufrichten wollten, etwa in der orthodoxen Welt. Mit Blick auf rechtspopulistische Parteien warnte Meister vor politischen Gruppierungen, die sich auf das christliche Abendland berufen und unter diesem Banner Flüchtlingen die Tür weisen.

Ministerpräsident Stephan Weil, der ein längeres Grußwort sprach, äußerte die Hoffnung, dass das Engagement aller Kirchen und gesellschaftlichen Gruppen, die im Geist dieser verbindenden Reformation wirken, reichhaltige Früchte trägt. Auch müsse jedem Bürger – sei es in Hannover oder irgendeiner anderen Gegend Niedersachsens – bewusst sein, dass seine Lebensweise durchaus Auswirkungen auf das Leben von Menschen in Afrika, Asien oder Südamerika habe.

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